Eige­ne Akti­en als Sach­ein­la­ge

Eige­ne Akti­en der Gesell­schaft kön­nen nicht als Sach­ein­la­ge ein­ge­bracht wer­den. Der Ver­zicht auf den Anspruch auf Rück­erstat­tung von dar­le­hens­wei­se an die Gesell­schaft über­las­se­nen Akti­en steht dem Ein­brin­gen als Sach­ein­la­ge jeden­falls dann gleich, wenn er in einem unmit­tel­ba­ren zeit­li­chen Zusam­men­hang mit der Dar­le­hens­ge­wäh­rung ver­ein­bart wur­de.

Eige­ne Akti­en als Sach­ein­la­ge

Der organ­schaft­li­che Ver­tre­ter einer Gesell­schaft, der selbst nicht über die erfor­der­li­che Sach­kun­de ver­fügt, kann den stren­gen Anfor­de­run­gen an eine ihm oblie­gen­de Prü­fung der Rechts­la­ge und an die Beach­tung von Gesetz und Recht­spre­chung nur genü­gen, wenn er sich unter umfas­sen­der Dar­stel­lung der Ver­hält­nis­se der Gesell­schaft und Offen­le­gung der erfor­der­li­chen Unter­la­gen von einem unab­hän­gi­gen, für die zu klä­ren­de Fra­ge fach­lich qua­li­fi­zier­ten Berufs­trä­ger bera­ten lässt und den erteil­ten Rechts­rat einer sorg­fäl­ti­gen Plau­si­bi­li­täts­kon­trol­le unter­zieht.

Das Auf­sichts­rats­mit­glied, das über beruf­lich erwor­be­ne Spe­zi­al­kennt­nis­se ver­fügt, unter­liegt, soweit sein Spe­zi­al­ge­biet betrof­fen ist, einem erhöh­ten Sorg­falts­maß­stab.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. Sep­tem­ber 2011 – II ZR 234/​09