Erklä­run­gen des Geschäfts­füh­rers zur Han­dels­re­gis­ter­ein­tra­gung

Bei der Ver­si­che­rung, die gem. §§ 39 Abs. 3, 8 Abs. 3 GmbHG in der Anmel­dung beim Regis­ter­ge­richt abzu­ge­ben ist, han­delt es sich um eine gesetz­lich gefor­der­te Tat­sa­chen­mit­tei­lung, in der das Wort "ver­si­chern" selbst nicht ver­wen­det wer­den muss, es genügt viel­mehr jede Wen­dung ("erklä­ren", "ange­ben" u. a.), die hin­rei­chend erken­nen lässt, dass es sich um eine eigen­ver­ant­wort­li­che Bekun­dung des Betrof­fe­nen han­delt.

Erklä­run­gen des Geschäfts­füh­rers zur Han­dels­re­gis­ter­ein­tra­gung

Nach dem Geset­zes­text von §§ 39 Abs. 3, 8 Abs. 3 S. 1 GmbHG haben die (neu­en) Geschäfts­füh­rer in der Anmel­dung zu ver­si­chern, dass kei­ne Umstän­de vor­lie­gen, die ihrer Bestel­lung nach § 6 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 und 3 sowie S. 3 GmbHG ent­ge­gen­ste­hen, und dass sie über ihre unbe­schränk­te Aus­kunfts­pflicht gegen­über dem Gericht belehrt wor­den sind.

Die­se Erklä­rung ist not­wen­di­ger Bestand­teil der Anmel­dung und ent­hält Tat­sa­chen­mit­tei­lun­gen gegen­über dem Regis­ter­ge­richt, für deren Rich­tig­keit der Erklä­ren­de ein­zu­ste­hen hat 1. Bei die­ser gesetz­lich gefor­der­ten Tat­sa­chen­mit­tei­lung muss das Wort „ver­si­chern“ selbst nicht ver­wen­det wer­den 2.

Auch der für fal­sche Anga­ben geschaf­fe­ne Straf­tat­be­stand des § 82 Abs. 1 Nr. 5 GmbHG wie­der­holt ledig­lich den Begriff der „Ver­si­che­rung“ und stellt an die­se kei­ne erhöh­ten Anfor­de­run­gen 3.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 20. April 2012 – 11 Wx 33/​12

  1. Ulmer in Ulmer/​Habersack/​Win­ter, GmbHG, Band 1 2005, § 8 Rn. 25[]
  2. BayO­bLG, BB 1987, 2119; Ulmer a. a. O., § 8 Rn. 27; Hueck/​Fastrich in Baumbach/​Hueck, GmbHG, 19. Aufl., § 8 Rn). Es genügt jede Wen­dung („erklä­ren“, „ange­ben“ u. a.), die hin­rei­chend erken­nen lässt, dass es sich um eine eigen­ver­ant­wort­li­che Bekun­dung des Betrof­fe­nen han­delt ((H. Winter/​Veil in Scholz, GmbHG, 10. Aufl., § 8 Rn. 20; Schaub in MüKo GmbHG 2010, § 8 Rn. 34[]
  3. vgl. nur die Kom­men­tie­run­gen von Haas in Baumbach/​Hueck, a. a. O., § 82 Rn. 59; Andre­as Ran­siek in Ulmer, a. a. O., Band 8 2008, § 82 Rn. 107 ff.[]