Feh­ler­haf­te Kapi­tal­erhö­hung und Bera­ter­haf­tung

Emp­fiehlt der recht­li­che Bera­ter einem Gesell­schaf­ter zur Durch­füh­rung einer Kapi­tal­erhö­hung bei einer GmbH den ver­bo­te­nen Weg einer ver­deck­ten Sach­ein­la­ge, bemisst sich der Scha­dens­er­satz­an­spruch des Gesell­schaf­ters, falls die von ihm und der Gesell­schaft im Zuge des ver­deck­ten Geschäfts erbrach­ten Zah­lun­gen berei­che­rungs­recht­lich zu sal­die­ren sind, nach der Höhe der von ihm noch zu erbrin­gen­den Bar­ein­la­ge zuzüg­lich eines Wert­ver­lusts an dem von ihm ver­deckt ein­ge­brach­ten Sach­wert.

Feh­ler­haf­te Kapi­tal­erhö­hung und Bera­ter­haf­tung

Hat der Bera­ter sei­nen Man­dan­ten zur Vor­nah­me einer ver­deck­ten Sach­ein­la­ge ver­an­lasst, beginnt die Ver­jäh­rungs­frist wegen einer Fehl­be­ra­tung erst zu lau­fen, wenn die Gesell­schaft die fort­be­stehen­de Bar­ein­la­ge­ver­pflich­tung gel­tend macht.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Mai 2009 – IX ZR 43/​08