Gesplit­te­te Ein­la­gen in der Über­schul­dungs­bi­lanz der GmbH

Dar­le­hen, die ein Gesell­schaf­ter auf­grund eines Ver­spre­chens im Gesell­schafts­ver­trag neben der Ein­la­ge gewährt hat ("gesplit­te­te Ein­la­ge"), sind in der Über­schul­dungs­bi­lanz zu pas­si­vie­ren, soweit nicht aus­drück­lich ein – bis zum Inkraft­tre­ten des MoMiG sog. qua­li­fi­zier­ter – Rang­rück­tritt erklärt ist.

Gesplit­te­te Ein­la­gen in der Über­schul­dungs­bi­lanz der GmbH

Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits ent­schie­den, dass auf das erfüll­te Finanz­plan­kre­dit­ver­spre­chen die Regeln des Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­rechts ange­wandt wer­den und der Finanz­plan­kre­dit kei­ne eigen­stän­di­ge Kate­go­rie des Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­rechts ist, viel­mehr für die Qua­li­fi­zie­rung von Dar­le­hen, die auf Grund einer Ver­ein­ba­rung der Gesell­schaft zur Ver­fü­gung gestellt wur­den, die all­ge­mei­nen Grund­sät­ze über eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Leis­tun­gen gel­ten 1. Für eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Dar­le­hen ist geklärt, dass sie in der Über­schul­dungs­bi­lanz als Ver­bind­lich­kei­ten zu pas­si­vie­ren sind, außer es liegt ein sog. qua­li­fi­zier­ter Rang­rück­tritt vor 2. Dem­entspre­chend sind auch dann, wenn eine so genann­te gesplit­te­te Ein­la­ge ver­ein­bart ist, die Dar­le­hens­rück­zah­lungs­an­sprü­che zu pas­si­vie­ren, soweit nicht aus­nahms­wei­se ein sol­cher qua­li­fi­zier­ter Rang­rück­tritt erklärt ist 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 1. März 2010 – II ZR 13/​09

  1. BGHZ 142, 116, 122[]
  2. BGHZ 146, 264, 271[]
  3. Roth/​Altmeppen, GmbHG 6. Aufl. § 32a a. F. Rdn. 79; Alt­mep­pen, FS Sig­le, S. 211, 216; Scholz/​K. Schmidt, GmbHG 10. Aufl. §§ 32 a, 32 b Rdn. 101; Haber­sack in Ulmer/​Win­ter, GmbHG §§ 32 a, b Rdn. 249 unter Auf­ga­be von ZHR 161 [1997], 457, 490; Michalski/​Hei­din­ger, GmbHG §§ 32 a, 32 b Rdn. 393; Sieger/​Aleth, GmbHR 2000, 462, 470; a.A. Ekken­ga, WM 2006, 1986, 1989[]