Kla­ge der GbR gegen den Wil­len eines Gesell­schaf­ters

Die Kla­ge einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, bei der Gesamt­ver­tre­tung besteht, ist unzu­läs­sig, wenn nicht alle Gesell­schaf­ter der Pro­zess­füh­rung zustim­men. Ob die Ver­wei­ge­rungs­hal­tung der die Zustim­mung ver­wei­gern­den Gesell­schaf­ter rechts­miss­bräuch­lich ist, ist – von eng begrenz­ten Aus­nah­me­fäl­len abge­se­hen – nicht inzi­den­ter in dem ohne aus­rei­chen­de Ver­tre­tung ange­streng­ten Ver­fah­ren gegen den Geg­ner (hier: Mie­ter) der GbR zu prü­fen, son­dern in einem zunächst anzu­stren­gen­den geson­der­ten Ver­fah­ren gegen die „Ver­wei­ge­rer“, die auf Zustim­mung zur Pro­zess­füh­rung zu ver­kla­gen sind.

Kla­ge der GbR gegen den Wil­len eines Gesell­schaf­ters

Die Kos­ten der unzu­läs­si­gen Kla­ge sind dem Klä­ger­ver­tre­ter auf­zu­er­le­gen, da er ohne aus­rei­chen­de Pro­zess­voll­macht Kla­ge erho­ben hat.

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 12. Juli 2010 – 5 U 33/​10