Kom­man­di­tis­ten­ein­la­ge und das debi­to­ri­sche Gesell­schafts­kon­to

Leis­tet der Kom­man­di­tist einer GmbH & Co. KG sei­ne Ein­la­ge durch Zah­lung auf ein debi­to­ri­sches Gesell­schafts­kon­to, kann er – wenn die Gesell­schaft nicht über eine Kre­dit­li­nie für das Kon­to ver­fügt – sei­ne Ein­la­ge­pflicht (auch noch in der Insol­venz der KG) durch Auf­rech­nung mit sei­ner Regress­for­de­rung gemäß § 110 HGB zum Erlö­schen brin­gen. Auf die Voll­wer­tig­keit der Kon­to­aus­gleichs­for­de­rung der Bank gegen die KG kommt es für die Wir­kung der Auf­rech­nung nicht an.

Kom­man­di­tis­ten­ein­la­ge und das debi­to­ri­sche Gesell­schafts­kon­to

Das Auf­rech­nungs­ver­bot des § 19 Abs. 2 Satz 2 GmbHG fin­det auf die Kom­man­dit­ein­la­ge­for­de­rung auch dann kei­ne ent­spre­chen­de Anwen­dung, wenn die ein­zi­ge per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin eine Kapi­tal­ge­sell­schaft ist.

OLG Dres­den, Beschluss vom 24. Juni 2004 – 7 W 554/​04