Löschung im Han­dels­re­gis­ter wegen Ver­mö­gens­lo­sig­keit

Die Löschung der Gesell­schaft ist nach § 394 FamFG vor­zu­neh­men, wenn die Gesell­schaft im Zeit­punkt der Löschungs­an­ord­nung ver­mö­gens­los ist. Dies ist der Fall, wenn die Gesell­schaft nach Auf­fas­sung eines ver­nünf­tig den­ken­den Kauf­manns ver­mö­gens­los ist 1.

Löschung im Han­dels­re­gis­ter wegen Ver­mö­gens­lo­sig­keit

Die­se Vor­aus­set­zung ist erfüllt, da nach allen vor­lie­gen­den Erkennt­nis­sen kein ver­wert­ba­res Aktiv­ver­mö­gen der Gesell­schaft vor­han­den ist.

Der Umstand, dass noch Ver­wal­tungs­ak­te im Steu­er­ver­fah­ren zuzu­stel­len sein kön­nen, steht der Löschung nicht ent­ge­gen. Maß­geb­lich bleibt, dass der Betrieb ohne wei­te­res Ver­mö­gen ein­ge­stellt ist 2.

Da das Gesetz ver­mö­gens­lo­se juris­ti­sche Per­so­nen als eine Gefahr für den Rechts­ver­kehr ansieht, der durch deren Löschung aus dem Han­dels­re­gis­ter zu begeg­nen ist, recht­fer­tigt die Ver­mö­gens­lo­sig­keit die Löschung 3.

Ober­lan­des­ge­richt Hamm, Beschluss vom 3. Sep­tem­ber 2014 – 27 W 109/​14

  1. Keidel/​Heinemann, FamFG, 18. Auf­la­ge, § 394, Rn.7[]
  2. OLG Düs­sel­dorf, NJW-RR 2013, 723 f., Rn.14; Keidel/​Heinemann, a. a. O., Rn.9[]
  3. OLG Jena, Rpfle­ger 2010, 431 f., Rn.16[]