Mehr­zu­tei­lungs­op­ti­on beim Bör­sen­gang

Eine Mehr­zu­tei­lungs­op­ti­on (sog. Green­shoe-Opti­on) kann den Kon­sor­ti­al­ban­ken bei einem Bör­sen­gang nicht nur im Wege der sog. Akti­en­lei­he durch Alt­ak­tio­nä­re, son­dern, wie der Bun­des­ge­richts­hof jetzt bestä­tigt hat, glei­cher­ma­ßen von der Gesell­schaft durch eine Kapi­tal­erhö­hung ein­ge­räumt wer­den.

Mehr­zu­tei­lungs­op­ti­on beim Bör­sen­gang

Die Beschaf­fung der für eine sol­che markt­üb­li­che Mehr­zu­tei­lungs­op­ti­on (Green­shoe) erfor­der­li­chen neu­en Akti­en kann auch im Wege eines geneh­mig­ten Kapi­tals mit Bezugs­rechts­aus­schluss durch die Haupt­ver­samm­lung bei gleich­zei­ti­ger Ermäch­ti­gung des Vor­stands zur Ent­schei­dung über die Bedin­gun­gen der Akti­en­aus­ga­be (§§ 202, 204 AktG) erfol­gen. In einem sol­chen Fall kann eine Anfech­tung des Haupt­ver­samm­lungs­be­schlus­ses nicht auf eine Unan­ge­mes­sen­heit der Aus­ga­be­mo­da­li­tä­ten (§ 255 Abs. 2 AktG) gestützt wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Juli 2008 – II ZR 1/​07