Rechtsformen im Überblick – welche ist für Ihr Unternehmen am besten?

Wer in Deutschland eine Firma gründen möchte, sollte sich erst einmal über die unterschiedlichen Rechtsformen informieren. Die Wahl der Rechtsform ist eine wichtige Grundlage für jedes Unternehmen. Schließlich hat sie weitreichende Auswirkungen. Doch bevor Sie diesbezüglich eine Entscheidung treffen können, müssen Sie erst einmal wissen, welche Arten von Rechtsformen es gibt und was sie ausmacht. Das ist aus mehreren Gründen wichtig.

Rechtsformen im Überblick – welche ist für Ihr Unternehmen am besten?

Die Rechtsformen können sich in verschiedenen Aspekten unterscheiden. Darunter die anfallenden Steuern und die Haftung bei rechtlichen Problemen. Eine passende Rechtsform auszuwählen, ist also durchaus wichtig. Werfen wir daher einen Blick auf die unterschiedlichen Arten. Vielleicht kann das Ihnen helfen, die passende Rechtsform für Ihr Unternehmen auszusuchen.

GmbH

GmbH steht für Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Name hebt bereits einen der größten Vorteile der Rechtsform hervor. Wer sich für eine GmbH entscheidet, haftet bei Verfehlungen mit dem Geschäftsvermögen. Das Privatvermögen der Gesellschafter ist hingegen nicht betroffen. Es gibt diesbezüglich jedoch Ausnahmen. Sollte beispielsweise im Rahmen der GmbH eine Straftat begangen werden, kann es zu einer Haftung mit dem Privatvermögen kommen. Sollten Sie sich nichts zu Schulden kommen lassen, bietet eine GmbH ein hohes Maß an Rechtssicherheit. Von allen Rechtsformen gehört die GmbH sogar zu der beliebtesten überhaupt. Zumindest in Deutschland gibt es viele Unternehmer, die sich für die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung entscheiden. Generell genießen GmbHs unter Geschäftsleuten ein hohes Ansehen. Auch das ist ein Grund für ihre Popularität.

UG

Wie bei der GmbH handelt es sich auch bei der UG um eine Rechtsform mit beschränkter Haftung. Im Gegensatz zur GmbH ist jedoch kein Mindestkapital von 25.000 Euro erforderlich. Angesichts der aktuellen deutschen Wirtschaft dürfte eine derartige Mindesteinlage vielen Existenzgründern nicht möglich sein. Die Gründung einer UG kann sich hier anbieten, da sich beide Rechtsformen ähneln. Theoretisch ist es sogar möglich, die UG im Laufe der Zeit zu einer GmbH aufzuwerten.

AG

Eine Aktiengesellschaft zu gründen, dürfte nur den wenigsten Existenzgründern möglich sein. Zwar gibt es die kleine Aktiengesellschaft, dennoch umfasst diese nur einen Teil der Aspekte der eigentlichen AG. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist sie in jedem Fall eine Option. Wer eine „richtige“ AG gründen möchte, muss ein Grundkapital von mindestens 50.000 Euro einzahlen. Die meisten Unternehmen zahlen bei der Gründung einer AG allerdings weit mehr ein. Generell ist es in der Regel besser, eine GmbH der AG vorzuziehen. Eine AG macht meist erst dann Sinn, wenn ein hohes Kapital vorliegt. Existenzgründer sollten sich daher erst einmal die anderen Rechtsformen anschauen. Womöglich ist ja etwas dabei, was sich eher lohnt.

KG

Im Gegensatz zu einer GmbH setzt eine KG beziehungsweise Kommanditgesellschaft mindestens zwei Gesellschafter voraus. Diese müssen unter einer gemeinschaftlichen Firme einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Im Grunde handelt es sich bei einer KG also um einen Zusammenschluss von Unternehmern mit einem gemeinsamen Ziel. Bei einer Kommanditgesellschaft haftet mindestens ein Gesellschafter persönlich und mindestens ein Gesellschafter mit einer Einlage, die im Gesellschaftsvertrag festgesetzt ist. Der Vorteil einer KG ist, dass das Unternehmen von mehreren Kommanditisten geführt wird und daher in der Regel eine breite Kapitalbasis vorliegt. Infolgedessen haben Sie mit einer KG auch ausgezeichnete Aussichten auf einen Kredit. Unter den ganzen Rechtsformen genießen KGs mit die höchste Kreditwürdigkeit. Sie sind bei Banken äußerst beliebt.

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