Scha­dens­er­satz für Aktio­nä­re von EM-TV

EM.TV-Aktionäre, die durch fal­sche Ad-hoc-Mit­tei­lun­gen des Medi­en­un­ter­neh­mens an der Bör­se Geld ver­lo­ren haben, soll­ten den Ver­lust ein­kla­gen. Nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs haben die geschä­dig­ten Aktio­nä­re dann Anspruch auf Scha­den­er­satz, wenn sie plau­si­bel dar­le­gen kön­nen, dass sie Akti­en auf­grund von fal­schen Ad-hoc-Mit­tei­lun­gen gekauft haben.

Scha­dens­er­satz für Aktio­nä­re von EM-TV

Der Scha­den ist nach Ansicht des BGH zu berech­nen aus der Dif­fe­renz zwi­schen dem dama­li­gen Kauf­preis und dem Bör­sen­wert bei einer Ver­äu­ße­rung. Wur­den die Akti­en nicht ver­kauft, sei der aktu­el­le Bör­sen­wert anzu­set­zen. Der BGH hob damit ein gegen­tei­li­ges Urteil des Land­ge­richts Mün­chen auf und ver­wies den Fall zur erneu­ten Ent­schei­dung zurück.

BGH – II ZR 287/​02