Sozi­al­an­sprü­che gegen den aus­schei­den­den BGB-Gesell­schaf­ter

Dem aus­ge­schie­de­nen Gesell­schaf­ter einer BGB-Gesell­schaft steht gegen­über dem Anspruch der Gesell­schaft auf Aus­gleich eines nega­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens kein Frei­stel­lungs­an­spruch und damit kein dar­auf gestütz­tes Zurück­be­hal­tungs­recht hin­sicht­lich in der Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz pas­si­vier­ter Sozi­al­an­sprü­che ein­zel­ner Gesell­schaf­ter gegen die Gesell­schaft zu.

Sozi­al­an­sprü­che gegen den aus­schei­den­den BGB-Gesell­schaf­ter

Der aus­ge­schie­de­ne Gesell­schaf­ter kann Frei­stel­lung nach § 738 Abs. 1 Satz 2 2. Halbs. BGB nur von gemein­schaft­li­chen Schul­den, also von Ver­bind­lich­kei­ten der Gesell­schaft ver­lan­gen, für die er ana­log § 128 HGB haf­tet. Für Sozi­al­an­sprü­che besteht kei­ne Haf­tung ana­log § 128 HGB.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Janu­ar 2010 – II ZR 31/​09