Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bei der insol­venz­rei­fen GmbH

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs führt das Nicht­ab­füh­ren von Arbeit­neh­mer­an­tei­len zur Sozi­al­ver­si­che­rung im Sta­di­um der Insol­venz­rei­fe einer GmbH zu einem Scha­dens­er­satz­an­spruch der Ein­zugs­stel­le gegen den GmbH-Geschäfts­füh­rer aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266 a StGB, wenn die­ser an ande­re Gesell­schafts­gläu­bi­ger trotz der Insol­venz­rei­fe Zah­lun­gen geleis­tet hat, die nicht mit der Sorg­falt eines ordent­li­chen Geschäfts­manns ver­ein­bar waren. In einem sol­chen Fall konn­te sich der Geschäfts­füh­rer schon nach der frü­he­ren und kann er sich auch nach der neue­ren BGH-Recht­spre­chung nicht auf eine Pflich­ten­kol­li­si­on beru­fen 1.

Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bei der insol­venz­rei­fen GmbH

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 18. Janu­ar 2010 – II ZA 4/​09

  1. sie­he nur BGH, Urteil vom 29.09.2008 – II ZR 162/​07, ZIP 2008, 2220 Tz. 6 ff.[]