Stimm­lo­ser Grün­dungs­be­schluss

Ein wegen all­sei­ti­ger Ver­let­zung der Anzei­ge­pflicht aus § 20 Abs. 1 AktG "stimm­los" gefass­ter – aber vom Ver­samm­lungs­lei­ter fest­ge­stell­ter – Haupt­ver­samm­lungs­be­schluss ist nicht nich­tig, son­dern anfecht­bar. Eine Anfech­tungs­be­fug­nis kommt bei stimm­los gefass­ten Haupt­ver­samm­lungs­be­schlüs­sen auch einem Aktio­när zu, des­sen Mit­glied­schafts­rech­te ansons­ten gemäß § 20 Abs. 7 AktG ruhen.
Die­se Bestim­mung des § 20 Abs. 1 AktG fin­det auch auf Grün­dungs­ak­tio­nä­re Anwen­dung.

Stimm­lo­ser Grün­dungs­be­schluss

OLG Dres­den, Urteil vom 11.01.2005 – 2 U 1728/​04