Unkla­re Sat­zungs­klau­seln bei der Publi­kums­ge­sell­schaft

Unklar gemäß § 305c Abs. 2 BGB sind (nur) Klau­seln, bei denen nach Aus­schöp­fung der in Betracht kom­men­den Aus­le­gungs­me­tho­den ein nicht beheb­ba­rer Zwei­fel ver­bleibt und min­des­tens zwei unter­schied­li­che Aus­le­gun­gen ver­tret­bar sind 1.

Unkla­re Sat­zungs­klau­seln bei der Publi­kums­ge­sell­schaft

Außer Betracht blei­ben dabei sol­che Ver­ständ­nis­mög­lich­kei­ten, die zwar theo­re­tisch denk­bar, prak­tisch aber fern­lie­gend und nicht ernst­lich in Erwä­gung zu zie­hen sind 2.

Bei der Aus­le­gung von Gesell­schafts­ver­trä­gen von Publi­kums­ge­sell­schaf­ten ori­en­tiert sich der Bun­des­ge­richts­hof unter ande­rem an dem Rechts­ge­dan­ken des § 305c Abs. 2 BGB ori­en­tiert 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Novem­ber 2017 – II ZR 127/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 14.06.2017 – IV ZR 161/​16, NJW-RR 2017, 992 Rn. 12 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 20.07.2017 – VII ZR 259/​16, NJW 2017, 2762 Rn.19 mwN[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 16.02.2016 – II ZR 348/​14, ZIP 2016, 518 Rn. 14; Urteil vom 12.03.2013 – II ZR 73/​11, ZIP 2013, 1222 Rn. 14[]