Ver­mu­te­ter Eigen­ka­pi­ta­ler­satz

Ist im letz­ten Jahr vor Anbrin­gung des Insol­venz­an­trags von der Gesell­schaft eine Leis­tung auf ein Gesell­schaf­ter­dar­le­hen erbracht wor­den, das zuvor eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Cha­rak­ter gehabt hat, ist nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Ureil des Bun­des­ge­richt­hofs dem Gesell­schaf­ter der Nach­weis abge­schnit­ten, dass im Zah­lungs­zeit­punkt das Stamm­ka­pi­tal der Gesell­schaft nach­hal­tig wie­der her­ge­stellt und damit die Durch­set­zungs­sper­re ent­fal­len war; viel­mehr wird der Eigen­ka­pi­ta­ler­satz­cha­rak­ter zum Stich­tag unwi­der­leg­lich ver­mu­tet.

Ver­mu­te­ter Eigen­ka­pi­ta­ler­satz

BGH, Urteil vom 30. Janu­ar 2006 – II ZR 357/​03