Wett­be­werbs­ver­bo­te in der GmbH-Sat­zung

Ein Wett­be­werbs­ver­bot in einem Gesell­schafts­ver­trag ver­stößt nicht gegen § 1 GWB, wenn es not­wen­dig ist, um das im Übri­gen kar­tell­rechts­neu­tra­le Gesell­schafts­un­ter­neh­men in sei­nem Bestand und sei­ner Funk­ti­ons­fä­hig­keit zu erhal­ten und davor zu schüt­zen, dass ein Gesell­schaf­ter es von innen her aus­höhlt oder gar zer­stört.

Wett­be­werbs­ver­bo­te in der GmbH-Sat­zung

Eine Not­wen­dig­keit in die­sem Sin­ne kann sich im Rah­men der gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung aller Umstän­de aus der Mög­lich­keit von Min­der­heits­ge­sell­schaf­tern erge­ben, durch ihr jewei­li­ges Stimm­ver­hal­ten stra­te­gisch wich­ti­ge Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen auf­grund einer in der Sat­zung ent­hal­te­nen Ein­stim­mig­keits­klau­sel zu blo­ckie­ren.

Bun­des­ge­richts­hof , Urteil vom 23. Juni 2009 – KZR 58/​07 ("Gra­tis­zei­tung Hal­lo")