Wider­rufs­recht und Stil­le Gesell­schaft

Auch bei einer stil­len Gesell­schaft kann der stil­le Gesell­schaf­ter (z.B. beim Vor­lie­gen einer Haus­tür- oder einer Tele­ab­satz­si­tua­ti­on) sei­ne Bei­tritts­er­klä­rung wider­ru­fen. Die­ser Wider­ruf hat nach den dann anwend­ba­ren Regeln über die feh­ler­haf­te Gesell­schaft die Rechts­fol­gen einer Kün­di­gung, so dass der Ver­trags­part­ner haben dem wider­ru­fen­den stil­len Gesell­schaf­ter das ihm aus den been­de­ten stil­len Gesell­schaf­ten zuste­hen­de Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­ben aus­zu­zah­len hat.

Wider­rufs­recht und Stil­le Gesell­schaft

Dies ist ins­be­son­de­re auch des­halb für aus­schei­de­wil­li­ge stil­le Gesell­schaf­ter inter­es­sant, weil die Bei­tritts­er­klä­run­gen oft­mals kei­ne Wider­rufs­be­leh­run­gen ent­hal­ten haben, so dass die Wider­rufs­frist oft­mals noch nicht abge­lau­fen ist.

(BGH Urteil vom 18.04.2005 – II ZR 224/​04)