Gold­han­del als Unter­mie­ter

§ 56 GewO ver­bie­tet im Rei­se­ge­wer­be das Feil­bie­ten und den Ankauf von Edel­me­tal­len (Gold, Sil­ber, Pla­tin und Pla­tin­bei­me­tal­len) und edel­me­tall­hal­ti­gen Legie­run­gen in jeder Form sowie Waren mit Edel­me­tal­l­auf­la­gen. Zuläs­sig ist im Rei­se­ge­wer­be ledig­lich der Han­del mit Sil­ber­schmuck bis zu einem Ver­kaufs­preis von 40 Euro und Waren mit Sil­ber­auf­la­gen,

Gold­han­del als Unter­mie­ter

Die­ses Ver­bot bekam jetzt auch ein in Süd­deutsch­land ansäs­si­ges und bun­des­weit täti­ges Gold­ver­wer­tungs­un­ter­neh­men zu spü­ren, dass in Bad Oeyn­hau­sen eine klei­ne Gewer­be­flä­che in einem ande­ren Geschäfts­be­trieb ange­mie­tet hat­te und dort an eini­gen Tagen im Monat Edel­me­tal­le an- und ver­kauf­te. Bekannt gemacht wur­de der Edel­me­tall­han­del an die­sen Tagen im Wesent­li­chen durch unmit­tel­bar zuvor in Zei­tun­gen geschal­te­te Anzei­gen.

Nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Min­den wur­de dem Unter­neh­men die­se Tätig­keit vom beklag­ten Bür­ger­meis­ter der Stadt Oeyn­hau­sen zu Recht unter­sagt, da die Gewer­be­ord­nung den An- und Ver­kauf von Edel­me­tal­len im Rei­se­ge­wer­be ver­bie­tet. Um ein Rei­se­ge­wer­be han­de­le es sich aber, da die Klä­ge­rin die von ihr gemie­te­ten Flä­chen nur sehr kurz­fris­tig nut­ze und die­se auch nicht dau­er­haft als Geschäfts­be­trieb ein­ge­rich­tet habe. Wann ein Geschäfts­be­trieb dort wie­der statt­fin­de, sei nicht erkenn­bar.

Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den, Urteil vom 25. März 2009 – 3 K 224/​09 (nicht rechts­kräf­tig)