Goog­le, Jame­da, Kununu, Trust­pi­lot – Wie Sie gegen nega­ti­ve Bewer­tun­gen im Inter­net vor­ge­hen können

Die Digi­ta­li­sie­rung hat die Geschäfts­welt nach­weis­lich ver­än­dert. Mit­tels Smart­pho­ne, Tablet und Co. kön­nen schnel­le Suchen gestar­tet, Unter­neh­men aus­fin­dig gemacht und Waren und Leis­tun­gen online bestellt wer­den. Das Inter­net ermög­licht es den Unter­neh­men somit, orts- und zeit­un­ab­hän­gig Mar­ke­ting zu betrei­ben und gro­ße Sicht­bar­keit zu errei­chen. Der vir­tu­el­le Raum ist jedoch nicht nur ein Segen, son­dern kann sich auch schnell zum Fluch ent­wi­ckeln. Auf Goog­le, Jame­da, Kununu, Trust­pi­lot und wei­te­ren Por­ta­len hat die Kund­schaft die Mög­lich­keit, Bewer­tun­gen über Unter­neh­men zu hin­ter­las­sen. Die­se kön­nen dem Ruf eines Betrie­bes gro­ßen Scha­den anrich­ten und weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen. Im fol­gen­den Arti­kel zei­gen wir Ihnen, wie Sie gegen sol­che nega­ti­ven Rezen­sio­nen erfolg­reich vor­ge­hen können. 

Goog­le, Jame­da, Kununu, Trust­pi­lot – Wie Sie gegen nega­ti­ve Bewer­tun­gen im Inter­net vor­ge­hen können

Wie Goog­le Bewer­tun­gen die Online-Prä­senz beeinflussen

Der inter­na­tio­na­le Wirt­schafts­markt besitzt eine unglaub­li­che Band­brei­te und die Kun­den kön­nen sich vor Ange­bo­ten kaum noch ret­ten. Aus die­sem Grund wird vor dem Kauf eines Pro­duk­tes oder der Inan­spruch­nah­me einer Dienst­leis­tung häu­fig das Inter­net kon­tak­tiert. Es kön­nen Bewer­tun­gen und Erfah­rungs­be­rich­te gefun­den wer­den, die Ein­bli­cke in die Pro­fes­sio­na­li­tät und Qua­li­tät der Unter­neh­mens­leis­tun­gen geben. 

Mei­nun­gen sind ver­schie­den, wes­we­gen nicht alle Rezen­sio­nen posi­tiv aus­fal­len kön­nen. Lei­der kommt es auch häu­fig vor, dass ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter kein gutes Haar am Unter­neh­men las­sen und ihrem (mög­li­cher­wei­se unbe­rech­tig­ten) Unmut im Inter­net frei­en Lauf las­sen. Da sich die Nut­zer jedoch nicht unbe­dingt am Durch­schnitt ori­en­tie­ren, son­dern viel Wert auf ein­zel­ne Berich­te legen, kann ein nega­ti­ver Kom­men­tar weit­rei­chen­de Fol­gen haben: Man zieht weni­ger Neu­kun­den an und gene­riert dem­entspre­chend weni­ger Umsatz. Dar­über hin­aus gel­ten Bewer­tun­gen auch als Ran­king­fak­tor. Das bedeu­tet, dass die Sicht­bar­keit der Web­sei­te beein­träch­tigt wer­den kann.

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So kann Inter­net Trolls das Hand­werk gelegt werden

Goog­le My Busi­ness, Trust­pi­lot und Co. möch­ten ein rea­li­täts­ge­treu­es Abbild der Unter­neh­men schaf­fen. Sie legen viel Wert auf wahr­heits­ge­mä­ße Bericht­erstat­tung und offe­rie­ren des­we­gen nicht nur den Kun­den ihre Mei­nung kund­zu­tun, son­dern auch den Unter­neh­men Stel­lung zu bezie­hen. Wird durch die Rezen­si­on also nach­weis­lich Ruf­schä­di­gung betrie­ben, kann man Bewer­tun­gen löschen las­sen. Den Unter­neh­men wird dem­entspre­chend emp­foh­len, sämt­li­che Kon­ver­sa­tio­nen schrift­lich fest­zu­hal­ten und Screen­shots von digi­ta­len Unter­hal­tun­gen zu machen. Durch die­ses Vor­ge­hen kann den Bewer­tungs­por­ta­len ein Nach­weis gelie­fert wer­den, um den Hass­re­den der Inter­net Trolls ein Ende zu berei­ten. Führt die Kon­takt­auf­nah­me zu kei­nem zufrie­den­stel­len­den Ergeb­nis, bie­tet es sich an, juris­ti­sche Hil­fe in Anspruch zu nehmen. 

Die­se Rezen­sio­nen kön­nen gelöscht werden

In den letz­ten Jah­ren kam es immer wie­der vor, dass die Kom­men­ta­re nicht von Kun­den erstellt wur­den, son­dern auf Bots oder die Mit­strei­ter zurück­zu­füh­ren sind. Die Falsch­aus­sa­gen die­nen dazu, die Kon­kur­renz aus­zu­schal­ten und das eige­ne Unter­neh­men in ein bes­se­res Licht zu rücken. Doch Sie kön­nen auf­at­men, denn tat­säch­lich las­sen sich 90 Pro­zent der Bewer­tun­gen löschen. Dazu zäh­len fol­gen­de Kategorien:

Fal­sche Behauptungen

Rezen­sio­nen soll­ten vor allem objek­tiv sein und auf Tat­sa­chen beru­hen. Wer­den Situa­tio­nen also nicht aus unbe­tei­lig­ter Per­spek­ti­ve geschil­dert, kön­nen sie als Falsch­aus­sa­ge dekla­riert wer­den und von der Platt­form ent­fernt wer­den. Nichts­des­to­trotz ist das Inter­net ein weit­läu­fi­ger Raum, der Spu­ren hin­ter­lässt. Aus die­sem Grund kann es rat­sam sein, sich den­noch mit einem Anwalt in Ver­bin­dung zu set­zen, um den Kom­men­tar als üble Nach­re­de zu kenn­zeich­nen und recht­li­che Schrit­te ein­lei­ten zu lassen. 

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Ver­stö­ße gegen die Richtlinien

Wei­ter­hin hat bei­spiels­wei­se Goog­le kla­re Richt­li­ni­en vor­ge­ge­ben, denen die Rezen­sio­nen unter­wor­fen sind:

  • eine obs­zö­ne oder belei­di­gen­de Wortwahl 
  • Hass­re­de gegen Minderheiten
  • Kom­men­tar wur­de mehr­fach veröffentlicht
  • Nut­zung mehr­fa­cher Goog­le-Kon­ten zur Bewertung 
  • Schä­di­gung der Gesamt­wer­tung des Unternehmens
  • Falsch­aus­sa­gen

Belei­di­gun­gen und straf­ba­re Kritik

Auch bei den Bewer­tun­gen gilt es, einen Nach­weis anzu­fer­ti­gen. Neh­men Sie einen Screen­shot auf, um vor Gericht über eine Bestä­ti­gung Ihrer Aus­sa­ge zu ver­fü­gen. Dies ist in ers­ter Linie wich­tig bei Rezen­sio­nen, die nicht auf sach­li­cher und objek­ti­ver Kri­tik beru­hen. Sol­che Rezen­sio­nen wer­den ledig­lich for­mu­liert, um eine Per­son oder das Unter­neh­men als Gan­zes zu dif­fa­mie­ren. Sie wer­den als Löschungs­grund akzep­tiert und umge­hend aus dem Inter­net genommen. 

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