Haf­tung beim Code-Sharing

Die Durch­füh­rung eines Lini­en­flu­ges unter den Bezeich­nun­gen ver­schie­de­ner koope­rie­ren­der Flug­ge­sell­schaf­ten – neu­mo­disch auch Code-Sharing genannt – ist inzwi­schen gän­gi­ge Pra­xis. In der Haf­tung für Ver­spä­tung und Flug­an­nul­lie­rung steht dabei nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs aller­dings nur die tat­säch­lich flie­gen­de Flug­ge­sell­schaft, nicht hin­ge­gen auch die Tritt­brett-Flie­ger.

Haf­tung beim Code-Sharing

Im Fal­le des Code-Sharing ist nur das­je­ni­ge Luft­fahrt­un­ter­neh­men, das den Flug tat-säch­lich durch­führt, aus­füh­ren­des Luft­fahrt­un­ter­neh­men im Sin­ne des Art. 2 Buchst. b Flug­gast­rech­te­VO und damit im Fal­le der Annul­lie­rung des Flu­ges zu Unter­stüt-zungs­leis­tun­gen und Aus­gleichs­leis­tun­gen ver­pflich­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 26. Novem­ber 2009 – Xa ZR 132/​08