Der Aus­gleichs­an­spruch des Tank­stel­len­päch­ters

Bei der Been­di­gung eines Tank­stel­len­pacht­ver­tra­ges steht dem Tank­stel­len­päch­ter – wie einem "nor­ma­len" Han­dels­ver­tre­ter – gegen­über dem ver­pach­ten­den Mine­ral­öl­un­ter­neh­men ein Aus­gleichs­an­spruch für die in der Pacht­zeit erar­bei­te­ten Stamm­kun­den zu.

Der Aus­gleichs­an­spruch des Tank­stel­len­päch­ters

Zur Berech­nung des Han­dels­ver­tre­ter­aus­gleichs­an­spruchs eines Tank­stel­len­hal­ters kann der Anteil des Umsat­zes und der Pro­vi­si­ons­ein­nah­men, der auf Geschäf­te mit Stamm­kun­den ent­fällt, für Bar­zah­ler auf der Basis der Geschäf­te mit Kar­ten­zah­lern (EC-Kar­ten, Kre­dit­kar­ten, Tank­kar­ten) hoch­ge­rech­net wer­den. Dabei sind sol­che Kar­ten aus­zu­neh­men, bei denen an der betref­fen­den Tank­stel­le kon­kre­te Anhalts­punk­te dafür bestehen, dass sie von Kun­den ein­ge­setzt wer­den, die ihrer Art nach nicht mit der­sel­ben Häu­fig­keit und in dem­sel­ben Umfang Bar­ge­schäf­te täti­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 15. Juli 2009 – VIII ZR 171/​08