Fracht­fü­her­haf­tung – und die vor­ge­richt­li­chen Kos­ten

Vor­ge­richt­li­che Kos­ten sind, soweit sie scha­dens­be­dingt ent­stan­den sind, nicht als sons­ti­ge Kos­ten gemäß § 432 Satz 1 HGB ersatz­fä­hig und kön­nen nur ersetzt ver­langt wer­den, wenn sie ent­stan­den sind, nach­dem und weil der Fracht­füh­rer mit von ihm zu erbrin­gen­den Scha­dens­er­satz­leis­tun­gen in Ver­zug gera­ten ist1.

Fracht­fü­her­haf­tung – und die vor­ge­richt­li­chen Kos­ten

Die Absen­de­rin kann die­se Kos­ten nur ersetzt ver­lan­gen, wenn sie ent­stan­den wären, nach­dem und weil der Fracht­füh­rer mit von ihm zu erbrin­gen­den Scha­dens­er­satz­leis­tun­gen in Ver­zug gera­ten war2. Ein Anspruch aus Ver­zug kommt auch in Betracht, wenn die Haf­tung des Fracht­füh­rers sich gemäß § 452a HGB nach den Vor­schrif­ten des frü­he­ren See­fracht­rechts bestimm­te3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Sep­tem­ber 2015 – I ZR 212/​13

  1. Fort­füh­rung von BGH, Urteil vom 29.07.2009 – I ZR 171/​08, TranspR 2009, 408 Rn. 15
  2. BGH, Urteil vom 29.07.2009 – I ZR 171/​08, TranspR 2009, 408 Rn. 15; Kol­ler aaO § 432 HGB Rn. 15
  3. vgl. Rabe, See­han­dels­recht, 4. Aufl., § 606 HGB Rn. 69