Fracht­füh­rer­haf­tung – und die unter­las­se­ne Wert­de­kla­ra­ti­on

Eine unter­las­se­ne Wert­de­kla­ra­ti­on oder ein nicht erteil­ter Hin­weis auf die Gefahr eines unge­wöhn­lich hohen Scha­dens recht­fer­tigt grund­sätz­lich den Mit­ver­schul­dens­ein­wand des Fracht­füh­rers.

Fracht­füh­rer­haf­tung – und die unter­las­se­ne Wert­de­kla­ra­ti­on

Der Ver­sen­der setzt dadurch eine für den ein­ge­tre­te­nen Scha­den ursäch­li­che Bedin­gung, dass er sei­ne aus dem Grund­satz von Treu und Glau­ben fol­gen­de Oblie­gen­heit nicht recht­zei­tig und damit nicht ord­nungs­ge­mäß erfüllt, den Fracht­füh­rer über den außer­ge­wöhn­lich hohen Wert des Trans­port­guts und das damit ver­bun­de­ne Scha­dens­ri­si­ko auf­zu­klä­ren 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Dezem­ber 2015 – I ZR 87/​14

  1. vgl. BGH, Urteil vom 19.01.2006 – I ZR 80/​03, TranspR 2006, 121 Rn. 18; BGH, TranspR 2012, 463 Rn. 22[]