Han­dels­ver­tre­ter – Wer­be­ge­schen­ke und Fort­bil­dung

Der Unter­neh­mer hat sei­nem Han­dels­ver­tre­ter die zur Aus­übung sei­ner Tätig­keit erfor­der­li­chen Unter­la­gen, wie Mus­ter, Zeich­nun­gen, Preis­lis­ten, Wer­be­druck­sa­chen, Geschäfts­be­din­gun­gen, zur Ver­fü­gung zu stel­len, § 86a Abs. 1 HGB. Die­se Bestim­mung des § 86 a Abs. 1 HGB ist weit aus­zu­le­gen.

Han­dels­ver­tre­ter – Wer­be­ge­schen­ke und Fort­bil­dung

Ein Finanz­dienst­leis­ter hat sei­nen Han­dels­ver­tre­tern daher kos­ten­los Wer­be­ge­schen­ke und Ähn­li­ches zur Ver­fü­gung zu stel­len. Deren Aus­wahl ist aller­dings allei­ne Sache des Unter­neh­mers.

Unter­neh­mens­be­zo­ge­ne Soft­ware, die für die Tätig­keit des Han­dels­ver­tre­ters nütz­lich ist und ein­heit­lich gestal­te­tes Brief­pa­pier, das das Logo des Unter­neh­mers trägt, unter­fal­len eben­falls § 86 a HGB.

Die Kos­ten für Schu­lun­gen und Fort­bil­dungs­maß­nah­men hat der Han­dels­ver­tre­ter selbst zu tra­gen.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urtei­le vom 10. Dezem­ber 2009 – 11 U 50/​09 und 11 U 51/​09