Ver­wal­tungs­pro­vi­si­on statt Ver­mitt­lungs­pro­vi­si­on

Bestimmt eine Pro­vi­si­ons­ver­ein­ba­rung eines Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter­ver­tra­ges, die gene­rell zwi­schen Abschluss­pro­vi­sio­nen, Ver­län­ge­rungs­pro­vi­sio­nen und "Ver­wal­tungs­pro­vi­sio­nen ab dem 2. Ver­si­che­rungs­jahr" unter­schei­det, dass der Ver­tre­ter für bestimm­te Ver­si­che­rungs­ar­ten kei­ne Abschluss- oder Ver­län­ge­rungs­pro­vi­sio­nen, son­dern die "Ver­wal­tungs­pro­vi­sio­nen ab dem 2. Ver­si­che­rungs­jahr" bereits vom ers­ten Ver­si­che­rungs­jahr an erhält, so folgt dar­aus zwin­gend, dass in die­sen "Ver­wal­tungs­pro­vi­sio­nen" auch ein Ent­gelt für die Ver­mitt­lung der betref­fen­den Ver-trä­ge ent­hal­ten ist.

Ver­wal­tungs­pro­vi­si­on statt Ver­mitt­lungs­pro­vi­si­on

Eine voll­stän­di­ge Abbe­din­gung des Anspruchs des Ver­si­che­rungs­ver­tre­ters auf Ver­mitt­lungs­pro­vi­si­on und deren voll­stän­di­ge Erset­zung durch eine (ech­te) Ver­wal­tungs­pro­vi­si­on ist mit § 89b Abs. 4 Satz 1 HGB nicht ver­ein­bar.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. Juni 2006 – VIII ZR 261/​04