Insolvenzeröffnung bei Solarworld

Nun ist das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Solarworld eröffnet worden.

Insolvenzeröffnung bei Solarworld

Wie das Amtsgericht Bonn am Dienstag mitgeteilt hat, ist über das Vermögen der “SolarWorld Aktiengesellschaft”, wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung am 1. August 2017 um 08:00 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet worden1. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter HRB 8319 eingetragen. Der Antrag zur Insolvenzeröffnung erfolgt am 11. Mai 2017 von der Schuldnerin. Forderungen der Insolvenzgläubiger sind bis zum 28.09.2017 unter Beachtung des § 174 InsO beim Insolvenzverwalter anzumelden.

Die Gläubiger werden aufgefordert, dem Insolvenzverwalter unverzüglich mitzuteilen, welche Sicherungsrechte sie an beweglichen Sachen oder an Rechten der Schuldnerin in Anspruch nehmen. Der Gegenstand, an dem das Sicherungsrecht beansprucht wird, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts sowie die gesicherte Forderung sind zu bezeichnen.

Der Termin zur Gläubigerversammlung ist am 11.10.2017, 10:00 Uhr. Die Prüfung der angemeldeten Forderungen findet am 23.11.2017, 10:00 Uhr statt.

Am gleichen Tag ist vom Amtsgericht Bonn über das Vermögen der “SolarWorld Industries Deutschland GmbH”2, der “SolarWorld Industries Sachsen GmbH”3, der “SolarWorld Industries Thüringen GmbH”4 und der “SolarWorld Innovations GmbH”5 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Im Regelfall gehört es zur Arbeit des Insolvenzverwalters, die Insolvenzmasse zu erhöhen. So besteht durchaus die Möglichkeit, dass Vermögensverschiebungen im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens mittels einer Anfechtung rückgängig gemacht werden sollen. Nicht immer ist ein Gläubiger, der Post von einem Insolvenzverwalter bekommt, in der Lage angemessen zu reagieren und ist verunsichert. Kommt es zu einer Insolvenzanfechtung, mit der Rückforderungsansprüche geltend gemacht werden, ist die Unterstützung eines kompetenten Rechtsanwalts sinnvoll. Statt infolge der Unsicherheit den Forderungsbetrag zu begleichen, kann ein Jurist, der Erfahrung im Insolvenzrecht hat, diesen Anspruch wenigstens einmal überprüfen. Unabhängig vom Wohnort des Betroffenen bietet z.B. die Kanzlei Heidenreich bundesweit eine Anspruchsprüfung an. Mit jahrelanger Erfahrung und fachlicher Kompetenz kann ein Fachanwalt für Insolvenzrecht unsicheren Mandanten bei Schwierigkeiten im Bereich des Insolvenzverfahrens unterstützend zur Seite stehen. Mögliche Lösungen können aufgezeigt werden, so dass durch das komplexe und spezielle Rechtsgebiet dem betroffenen Mandanten keine Nachteile entstehen.

  1. AG Bonn, Beschluss vom 01.08.2017 – 99 IN 79/17 []
  2. AG Bonn, Beschluss vom 01.08.2017 – 99 IN 80/17 []
  3. AZ 99 IN 82/17 []
  4. AZ 99 IN 81/17 []
  5. AZ 99 IN 83/17 []