Kapitalanlage- und Bankrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Bearbeitungsgebühr für gewerbliche Darlehen

12. September 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Auch ein Unternehmer kann nach § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 BGB einen Anspruch gegen die Darlehensgeberin auf Erstattung der als “einmalige Bearbeitungsgebühr” erbrachten Leistung geltend machen, weil die entsprechende Klausel in dem Darlehensvertrag den Darlehensnehmer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt (§ 307 Abs. … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe AGB – und die vorformulierte Vertragsklausel

12. September 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Allgemeine Geschäftsbedingungen sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrags stellt (§ 305 Abs. 1 Satz 1 BGB). Vorformuliert sind Vertragsbedingungen, wenn sie für eine mehrfache Verwendung schriftlich aufgezeichnet oder in sonstiger Weise fixiert sind. Dabei ist unerheblich, … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Darlehensverträge – und die Verwirkung des Widerrufsrechts

11. September 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Dass die Bank davon ausging oder ausgehen musste, der Darlehensnehmer habe von seinem Widerrufsrecht keine Kenntnis, schließt entgegen der Rechtsmeinung des Oberlandesgerichts Stuttgart eine Verwirkung nicht aus. Gleiches gilt für den Umstand, dass der Darlehensgeber “den mit dem unbefristeten Widerrufsrecht verbundenen Schwebezustand selbst herbeigeführt” hat, weil er eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der widerrufene Darlehensvertrag – und die Feststellungsklage

11. September 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Einer auf die positive Feststellung der Umwandlung von Darlehensverträgen in Rückgewährschuldverhältnisse gerichteten Klage fehlt das Feststellungsinteresse. Die Feststellungsklage ist auch nicht nach den Maßgaben des BGH, Urteils vom 24.01.2017 abweichend von der Regel ausnahmsweise zulässig, wenn nicht feststeht, dass der Rechtsstreit die Meinungsverschiedenheiten der Parteien endgültig bereinigt. Bundesgerichtshof, Urteil vom … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Widerrufsbelehrung – und der Fristbeginn

11. September 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Die darlehensgewährende Bank hat mittels der Wendung “der schriftliche Vertragsantrag” in der von ihr verwendeten Widerrufsbelehrung nicht hinreichend deutlich zum Ausdruck brachte, dass Bedingung für das Anlaufen der Widerrufsfrist die Vertragserklärung des Darlehensnehmers war. Der durch objektive Auslegung ermittelte Belehrungsfehler kann, was der Bundesgerichtshof bereits eingehend begründet hat, nicht anhand … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Aufklärungspflichtverletzung eines Anlagevermittlers – und ihre Zurechnung zu den Altgesellschaftern

28. August 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Die Zurechnung einer Aufklärungspflichtverletzung eines Vermittlers an einen aufklärungspflichtigen Altgesellschafter kommt nicht nur dann in Betracht, wenn der Altgesellschafter mit der Kapitalsuche befasst ist oder es eine direkte vertragliche “Auftragskette” zwischen dem Altgesellschafter und dem Vermittler gibt. Die Treuhandkommanditistin muss selbst als aufklärungspflichtige Altgesellschafterin einem Beitrittsinteressenten für seine Beitrittsentscheidung ein … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Neue Gesellschafter in der Publikumsgesellschaft – und die Aufklärungspflichten der Altgesellschafter

28. August 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Die einen nicht rein kapitalistisch als Anleger mit eigener Einlage einer Publikumsgesellschaft beigetretenen Altgesellschafter treffenden Aufklärungspflichten bei der Anbahnung des Aufnahmevertrags gegenüber den nach ihm rein kapitalistisch als Anleger beitretenden Gesellschaftern sind unabhängig von der Höhe der Kapitaleinlage des Altgesellschafters und der Anzahl weiterer Gesellschafter. Der Bundesgerichtshof hat bereits früher … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prospekthaftung – und der erst nach der Zeichnung erhaltene Prospekt

28. August 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entspricht es der Lebenserfahrung, dass ein Prospektfehler für die Anlageentscheidung ursächlich geworden ist. Diese Vermutung kann allerdings widerlegt werden. Davon ist grundsätzlich dann auszugehen, wenn der Prospekt bei dem konkreten Vertragsschluss keine Verwendung gefunden hat. Verwendung findet der Prospekt allerdings auch dann, wenn er … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Beihilfen – und das spanische True-Lease-Modell

26. Juli 2018 | Europarecht, Kapitalanlage- und Bankrecht

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat das erstinstanzliche Urteil des Gerichts der Europäischen Union über das „spanische True-Lease-Modell“ aufgehoben. Das Unionsgericht hatte den Beschluss der Kommission, wonach dieses Modell eine rechtswidrige staatliche Beihilfe darstelle, für nichtig erklärt. Ab Mai 2006 gingen bei der Kommission mehrere Beschwerden über das so genannte … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das Risiko einer Inhaberschuldverschreibung

25. Juli 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Ein Anlageprospekt gilt als fehlerhaft, wenn gezielt das Risiko der Begebung einer Inhaberschuldverschreibung verschleiert wird. So hat der Bundesgerichtshof in dem hier vorliegenden Fall entschieden und gleichzeitig die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem angefochtenen Urteil des Oberlandesgerichts München zurückgewiesen. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs ist der … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Bearbeitungsgebühr beim Darlehensvertrag

11. Juli 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Eine Klausel im Darlehensvertrag über eine einmalige, sofort fällige, nicht laufzeitabhängige Bearbeitungsgebühr benachteiligt den Darlehensnehmer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB). Dies gilt auch für mit Unternehmern geschlossenen Darlehensverträge. Der Darlehensnehmer hat daher gegen die Darlehensgeberin einen Anspruch auf Erstattung der … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Münzgeldklausel einer Bank

3. Juli 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Die Münzgeldklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank können unwirksam sein, wenn das vereinbarte Entgelt über die Kosten hinausgeht, die der Bank durch die Nutzung des Zahlungsmittels entstehen. Mit dieser Begründung hat das Oberlandesgericht Karlsruhe in dem hier vorliegenden Fall der Klage eines Verbraucherschutzverbandes stattgegeben und die weitere Verwendung der … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verluste beim Forex-Handel und der Schadensersatz

3. Juli 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Der Vermieter einer Software, mit der Forex-Handel betrieben wird, haftet nicht für entstandene Verluste, wenn er gegenüber dem – durch den Vertrag über das grundsätzlich bestehende Verlustrisiko unterrichteten – Mieter keine weiteren Zusicherungen abgegeben hat. So hat das Oberlandesgericht Hamm in dem hier vorliegenden Fall entschieden und dem Kläger für … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kleinkredit aufnehmen: Rechte und Pflichten des Kreditnehmers

2. Juli 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Nicht immer ist die Haushaltskasse derart prall gefüllt, dass unvorhergesehene Anschaffungen problemlos getätigt werden können. In dieser Situation hilft nur noch ein Kredit, um den finanziellen Engpass zu überwinden. Besonders beliebt sind Kleinkredite, die in der Regel nicht höher als 10.000 € liegen und mit einigen Vorteilen aufwarten. Wie so … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zinscap, Zinssicherung – und die Preisklausel der Bank

13. Juni 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Der Bundesgerichtshof hat die Verwendung von Preisklauseln für eine sogenannte Zinscap-Prämie bzw. eine Zinssicherungsgebühr bei Darlehensverträgen mit Verbrauchern eingeschränkt. Konkret hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die von einer Bank verwendeten und für Darlehensverträge mit einem variablen Zinssatz vorformulierten Klauseln “Zinscap-Prämie: …% Zinssatz p.a. …% variabel* *Bis zum … beträgt der … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Bankmitarbeiter als Steuerhinterzieher

22. Mai 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht, Steuerstrafrecht

Das Urteil gegen vier Mitarbeiter der Deutschen Bank AG Frankfurt am Main wegen Steuerstraftaten ist rechtskräftig. Das Landgericht Frankfurt am Main hat den Angeklagten H. wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier weitere Angeklagte jeweils wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu Freiheitsstrafen zwischen einem Jahr und drei Monaten … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Widerrufsfrist bei Verbraucherkreditverträgen – in Altfällen

27. März 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Ein von Art. 229 § 38 Abs. 3 Satz 1 EGBGB erfasstes Widerrufsrecht (etwa für Verbraucherkreditverträge) konnte bis zum Ablauf des 21.06.2016 ausgeübt werden, wobei zur Fristwahrung die rechtzeitige Absendung bis zum Ablauf des 21.06.2016 genügte (§ 355 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB in der bis zum 10.06.2010 … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Griechische Staatsanleihen – deutsche Gerichte

26. März 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Klagen auf Zahlung aus (eingezogenen) griechischen Staatsanleihen sind in Deutschland unzulässig. Ihnen steht der Grundsatz der Staatenimmunität entgegen. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Streitfall machte der Anleger gegen die Hellenische Republik Zahlungsansprüche aus von dieser emittierten Staatsanleihen geltend, die im März 2012 eingezogen und durch neue Anleihen mit einem … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kredit-Umschuldung: 5 Tipps für die optimale Umschuldung eines Darlehens

26. März 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Wenn der alte Kredit zu teuer ist oder bei einem sehr schlechten Zinssatz abgeschlossen wurde, lohnt es sich oftmals einen Kredit umzuschulden. Auch, wenn man mehrere Kredite bei unterschiedlichen Banken oder Kreditunternehmen aufgenommen wurden, lohnt es sich über eine Umschuldung nachzudenken. Denn eine Umschuldung eines Kredits bringt in vielen Fällen … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Aufrechnung durch Bankkunden

21. März 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Sparkasse enthaltene Klausel, wonach ein Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen darf, ist bei Bankgeschäften mit Verbrauchern unwirksam. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall wendete sich ein Verbraucherschutzverband gegen die von der beklagten Sparkasse in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwendete Klausel … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Formulare – und das generische Maskulin

14. März 2018 | Im Brennpunkt, Kapitalanlage- und Bankrecht

Eine Kundin hat keinen Anspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen. Dies musste jetzt der Bundesgerichtshof auf die Klage einer Sparkassenkundin entscheiden. Die Sparkasse verwendet im Geschäftsverkehr Formulare und Vordrucke, die neben grammatisch männlichen Personenbezeichnungen wie etwa “Kontoinhaber” keine ausdrücklich grammatisch weibliche Form enthalten. In persönlichen Gesprächen und in … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Mittelverwendungskontrollvertrag – und der Schutz der Anleger

9. März 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Der mit einem nicht unmittelbar zwischen den Anlegern und dem Kontrolleur geschlossenen Mittelverwendungskontrollvertrag bezweckte Schutz der Interessen der Anleger gegenüber der Fondsgesellschaft kommt regelmäßig darin zum Ausdruck, dass er als Vertrag zugunsten Dritter im Sinne von § 328 BGB ausgestaltet ist oder er jedenfalls Schutzwirkung zugunsten der Anleger entfaltet mit … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Worauf achten beim privaten Verleihen von Geld

9. Februar 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Bei Geld hören bekanntlich Freundschaften auf. Doch kommt es immer wieder vor, dass unter Freunden und Verwandten Geld verliehen wird. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sofern die Rahmenbedingungen klar geregelt sind, da private Kredite durchaus für beide Seiten Vorteile, aber eben auch Nachteile mit sich bringen können. Der Kreditgeber investiert in … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Strukturierte Darlehen – und die Beratungspflichten der Bank

8. Januar 2018 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Der Bundesgerichtshof hatte sich aktuell mit den Aufklärungspflichten einer Bank zu beschäftigen, die ihrem Kunden im Rahmen einer Finanzierungsberatung den Abschluss eines im Hinblick auf die Zinsen wechselkursbasierten Darlehensvertrags empfiehlt: In dem zugrunde liegenden Fall schlossen die klagende Kommune, eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen mit rund 18.000 Einwohnern, und die beklagte … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der richtige Kredit – worauf sollten Sie achten?

13. November 2017 | Kapitalanlage- und Bankrecht

Benötigen Sie einen Kredit? Dann sollten Sie zuvor einige Vorarbeiten leisten, um den passenden Kredit zu finden. Wichtig ist die Ermittlung der notwendigen Kreditsumme Bevor es an die Suche nach dem passenden Kreditgeber geht, sollten Sie zunächst genau ermitteln, welchen Kreditbedarf Sie haben und auch, in welchem Zeitraum Sie den … 



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