Bera­ter­haf­tung – und die gemein­sa­me Bera­tung meh­re­rer Anle­ger

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Fra­ge der Berech­ti­gung eines Geschä­dig­ten zu befas­sen, der wegen der Schlecht­leis­tung eines Anla­ge­be­ra­tungs­ver­trags Scha­dens­er­satz gel­tend macht, wenn er mit einem Drit­ten zusam­men bera­ten wor­den ist und aus der feh­ler­haft emp­foh­le­nen Betei­li­gung ein gemein­sa­mer Scha­den ent­stan­den ist:

Bera­ter­haf­tung – und die gemein­sa­me Bera­tung meh­re­rer Anle­ger

Die auf der Ver­let­zung des Anla­ge­be­ra­tungs­ver­trags beru­hen­de Scha­dens­er­satz­for­de­rung steht den bei­den gemein­schaft­lich bera­te­nen Kun­den gemein­schaft­lich zu. Für das Ver­hält­nis der bei­den Kun­den ist in Bezug auf den Scha­dens­er­satz­an­spruch von einer ein­fa­chen For­de­rungs­ge­mein­schaft aus­zu­ge­hen, die zum Anwen­dungs­be­reich des § 432 BGB gehört 1. Dem­entspre­chend kann der ein­zel­ne Kun­de die Scha­dens­er­satz­leis­tung an sich und den mit­be­ra­te­nen Kun­den gemein­sam for­dern (§ 432 Abs. 1 Satz 1 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 05.03.2009 aaO).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. August 2015 – III ZR 57/​14

  1. vgl. BGH, Urteil vom 05.03.2009 – III ZR 302/​07, NJW-RR 2009, 687 Rn. 8 f[]