Betei­li­gung an einer Fonds­ge­sell­schaft – und die All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen

Für die wirk­sa­me Ver­ein­ba­rung All­ge­mei­ner Geschäfts­be­din­gun­gen recht es gemäß § 305 Abs. 2 BGB aus, dass die Anle­ger ihr Ver­trags­an­ge­bot auf einem For­mu­lar der Fonds­ge­sell­schaft erklärt haben, das den aus­drück­li­chen Hin­weis ent­hielt, dass das Ange­bot auf der Grund­la­ge der (gestell­ten) vor­for­mu­lier­ten Ver­trags­be­din­gun­gen erfol­ge.

Betei­li­gung an einer Fonds­ge­sell­schaft – und die All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen

Hat der Ver­wen­der – wie hier – aus­drück­lich auf die All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen hin­ge­wie­sen und eine zumut­ba­re Kennt­nis­nah­me­mög­lich­keit durch Aus­hän­di­gung der Ver­trags­un­ter­la­gen ein­ge­räumt, liegt in der Annah­me der ange­bo­te­nen Leis­tung durch den Kun­den in der Regel das Ein­ver­ständ­nis mit den Ver­trags­be­din­gun­gen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Sep­tem­ber 2015 – II ZR 343/​14

  1. vgl. nur Erman/​S. Roloff, BGB, 14. Aufl., § 305 Rn. 27, 41; Staudinger/​Schlosser, BGB, [2013], § 305 Rn. 160, jew. mwN[]