Betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge auch nach 2008 sozi­al­ver­si­che­rungs­frei

Die Bun­des­re­gie­rung plant, die Sozi­al­ver­si­che­rungs­frei­heit der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge über das Jahr 2008 hin­weg fort­schrei­ben. Der dazu vor­ge­leg­te Gesetz­ent­wurf sieht außer­dem vor, das Alter, bis zu dem Arbeit­neh­mer in einem Unter­neh­men beschäf­tigt sein müs­sen, um Anspruch auf die arbeit­ge­ber­fi­nan­zier­te Betriebs­ren­te zu haben, von der­zeit 30 Jah­ren auf 25 Jah­re abzu­sen­ken.

Betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge auch nach 2008 sozi­al­ver­si­che­rungs­frei

Das kräf­ti­ge Wachs­tum der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge sei in ers­ter Linie auf die Steu­er- und Bei­trags­frei­heit der Vor­sor­ge­zah­lun­gen zurück­zu­füh­ren, schreibt die Regie­rung in ihrer Begrün­dung. Der bevor­ste­hen­de Weg­fall der Bei­trags­frei­heit habe die­ses Wachs­tum jedoch merk­lich abge­schwächt. Da das Ziel einer flä­chen­de­cken­den frei­wil­li­gen kapi­tal­ge­deck­ten Alters­vor­sor­ge jedoch noch nicht erreicht sei, gel­te es siche­re und lang­fris­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen. Die Absen­kung der Alters­gren­ze auf 25 Jah­re sei nötig gewor­den, da vie­le Beschäf­tig­te, ins­be­son­de­re kin­der­er­zie­hen­de jun­ge Frau­en vor dem 30. Lebens­jahr aus den Unter­neh­men aus­schei­den und dadurch eine Vorraus­set­zung auf die Betriebs­ren­ten­an­wart­schaft nicht erfül­len kön­nen. Der Bun­des­rat begrüßt in sei­ner Stel­lung­nah­me die geplan­te Bei­be­hal­tung der Bei­trags­frei­heit. Bedau­ert wird jedoch, dass die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge – ins­be­son­de­re bei klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men – bis­her noch zu wenig ver­brei­tet sei. Die bestehen­den Bestim­mun­gen sei­en für vie­le Unter­neh­mer zu kos­ten­träch­tig und kom­pli­ziert. Die­se Kri­tik teilt die Bun­des­re­gie­rung jedoch nicht, wie aus ihrer Gegen­äu­ße­rung zu ent­neh­men ist. Arbeit­ge­ber könn­ten viel­mehr auf der Grund­la­ge der bestehen­den Grund­re­ge­lun­gen und den vie­len Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten ein pas­sen­des Kon­zept für die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge in ihrem Unter­neh­men fin­den.