Der Wucher mit den Mini­kre­di­ten: Anbie­ter ver­die­nen an ver­steck­ten Zusatz­kos­ten

Sofor­ti­ge Über­wei­sung ist oft mit hohen Kos­ten ver­bun­den

Das Ver­brau­cher­ma­ga­zin WISO hat sich in sei­ner Sen­dung vom 8. Juli 2019 inten­siv dem The­ma Mini­kre­di­te und deren ver­steck­ten Zusatz­kos­ten gewid­met. Die Recher­che beleg­te unter ande­rem, dass Mini­kre­di­te vor allem durch optio­na­le Zusatz­leis­tun­gen, wie etwa eine Sofort­über­wei­sung, rich­tig teu­er wer­den kön­nen. Auf­grund der schnel­len Abwick­lung und der kur­zen Lauf­zeit, die für einen Mini­kre­dit cha­rak­te­ris­tisch sind, wer­den für die­se Kre­di­te ohne­hin schon höhe­re Zin­sen fäl­lig als für gän­gi­ge Raten- oder Kon­sum­kre­di­te. Die Zins­sät­ze für Mini­kre­di­te lie­gen in der Regel zwi­schen 7,95 und 13,9 Pro­zent.

Der Wucher mit den Mini­kre­di­ten: Anbie­ter ver­die­nen an ver­steck­ten Zusatz­kos­ten

Wäh­rend der effek­ti­ve Jah­res­zins aber in der Regel trans­pa­rent für den Ver­brau­cher auf­ge­führt ist, ist dies bei den Kos­ten für optio­na­le Zusatz­leis­tun­gen oft nicht der Fall. Und dies macht es für den Ver­brau­cher oft schwie­rig, sich über die tat­schlich anfal­len­den Kos­ten für den Mini­kre­dit zu infor­mie­ren. Die Recher­chen von WISO zei­gen: Beson­ders mit der viel bewor­be­nen Über­wei­sung inner­halb von 24 Stun­den ver­die­nen die Anbie­ter rich­tig Geld. Die Sofort-Über­wei­sung ist näm­lich nur gegen Auf­preis erhält­lich. Je nach Anbie­ter liegt der Preis für die sofor­ti­ge Über­wei­sung zwi­schen 39 und stol­zen 179 Euro. Ohne die Zusatz­op­ti­on dau­ert eine regu­lä­re Über­wei­sung in der Regel meh­re­re Tage. Für vie­le Kre­dit­su­chen­de ist aber gera­de die schnel­le Aus­zah­lung wich­tig. Ohne die­se ist der wirk­li­che Mehr­wert eines Mini­kre­dits nicht mehr gege­ben.

Wei­te­re Zusatz­kos­ten bei der Mini­kre­dit-Auf­nah­me

Auch wenn die kost­spie­li­ge Express­über­wei­sung den höchs­ten zusätz­li­chen Kos­ten­fak­tor dar­stellt: Die Mini­kre­dit-Anbie­ter wer­ben noch mit wei­te­ren Zusatz­leis­tun­gen, die sich bei der Rück­zah­lung durch­aus bemerk­bar machen. Dazu zählt etwa die 2‑Ra­ten-Opti­on. Wenn der Ver­brau­cher sich für die­se Zusatz­leis­tung ent­schei­det, kann er die Lauf­zeit des Kre­di­tes von einem auf zwei Mona­te ver­län­gern. Die Kos­ten für die Zusatz­op­ti­on belau­fen sich bei einem Mini­kre­dit in Höhe von 500 Euro auf 49 bis 99 Euro, je nach Anbie­ter. Auch ein Zah­lungs­auf­schub oder ein ver­bes­ser­tes Boni­täts­zer­ti­fi­kat kön­nen erwor­ben wer­den, eben­falls teils mit immensen zusätz­li­chen Kos­ten ver­bun­den. So ist es durch­aus mög­lich, dass für einen Mini­kre­dit in Höhe von 500 Euro am Ende eine Rück­zah­lung von 800 Euro fäl­lig wird. Die­se Kos­ten­fal­le ist vie­len Ver­brau­chern bei der Kre­dit­auf­nah­me nicht bewusst.

Fazit: Ange­bo­te gründ­lich prü­fen und ver­glei­chen

Kre­dit­su­chen­de, die sich für einen Mini­kre­dit inter­es­sie­ren, soll­ten alle Kon­di­tio­nen gründ­lich prü­fen und die Ange­bo­te mit­ein­an­der ver­glei­chen. Dabei soll­te nicht nur der effek­ti­ve Jah­res­zins berück­sich­tigt wer­den, son­dern auch alle anfal­len­den Kos­ten für even­tu­el­le Zusatz­leis­tun­gen. Prü­fen Sie gründ­lich, ob Sie die­se zusätz­li­chen Leis­tun­gen in Anspruch neh­men müs­sen. Benö­ti­gen Sie die Sum­me wirk­lich inner­halb der nächs­ten 24 Stun­den oder reicht es auch inner­halb der nächs­ten drei Werk­ta­ge? Dann kön­nen Sie eine Men­ge Geld spa­ren. Ver­brau­cher soll­ten sich stets dar­über bewusst sein, dass die Mini­kre­dit-Anbie­ter vor allem dar­an ver­die­nen, dass ihre Kun­den mög­lichst vie­le kost­spie­li­ge Zusatz­leis­tun­gen buchen. Ein Mini­kre­dit-Ver­gleich bie­tet Ver­brau­chern einen guten Über­blick über die unter­schied­li­chen Anbie­ter und Kon­di­tio­nen und zeigt auch alle anfal­len­den Zusatz­kos­ten trans­pa­rent auf.