Euro­päi­sche Regu­lie­rung für Rating­agen­tu­ren

Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat ges­tern eine Ver­ord­nung ange­nom­men, die eine Regis­trie­rung und Kon­trol­le der durch die Finanz­kri­se ins Gere­de gekom­me­nen Rating-Agen­tu­ren vor­sieht und die Rating-Agen­tu­ren einer euro­päi­schen Regu­lie­rung sowie einer Auf­sicht unter­wirft.

Euro­päi­sche Regu­lie­rung für Rating­agen­tu­ren

Rating-Agen­tu­ren bewer­ten die Risi­ken von Anla­gen und die Soli­di­tät von Fir­men, um so Drit­ten die Bewer­tung von Aus­fall­ri­si­ken bei Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen oder der Kre­dit­ver­ga­be zu erleich­tern. Im Zuge der Finanz­markt­kri­se gerie­ten sowohl ihre Bewer­tungs­er­geb­nis­se als auch die oft­mals kaum nach­voll­zieh­ba­ren Bewer­tungs­kri­te­ri­en in die Kri­tik.

Mit die­ser EU-Ver­ord­nung wer­den jetzt die Vor­aus­set­zun­gen für ein euro­päi­sches Auf­sichts­sys­tem und eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für die Regis­trie­rung sol­cher Agen­tu­ren gesaf­fen. Kon­kre­te gesetz­ge­be­ri­sche Vor­schlä­ge der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on sol­len bis Juli 2010 fol­gen. Dabei wer­den in Euro­pa anwend­ba­re Bewer­tun­gen von in Euro­pa regis­trier­ten Agen­tu­ren ver­ge­ben, außer wenn es sich um Pro­duk­te oder Orga­ni­sa­tio­nen han­delt, die nicht in der EU ange­sie­delt sind.