GmbH & Co. Treu­hand-KG

Eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft, die die ein­ge­wor­be­nen Mit­tel ihrer Treu­ge­ber­kom­man­di­tis­ten im eige­nen Namen und auf eige­ne Rech­nung in Finanz­in­stru­men­ten anlegt, betreibt weder ein nach § 32 KWG erlaub­nis­pflich­ti­ges Finanz­komm­mis­si­ons­ge­schäft noch ein Invest­ment­ge­schäft 1.

GmbH <span class="amp">&</span> Co. Treu­hand-KG

Wenn die Gesell­schaft die Anla­ge­gel­der in ers­ter Linie für den Auf­bau eines drit­ten Unter­neh­mens ver­wen­det, müs­sen im Emis­si­ons­pro­spekt das Geschäfts­mo­dell die­ses Unter­neh­mens, sei­ne Chan­cen und Risi­ken zutref­fend dar­ge­stellt wer­den.

Pro­spekt­haf­tungs­an­sprü­che im enge­ren Sinn wegen feh­ler­haf­ter Anga­ben in Pro­spek­ten, die seit dem Inkraft­tre­ten des Vier­ten Finanz­markt­för­de­rungs­ge­set-zes am 1. Juli 2002 ver­öf­fent­licht wur­den, ver­jäh­ren in einem Jahr seit dem Zeit­punkt, in dem der Gesell­schaf­ter von dem Pro­spekt­feh­ler Kennt­nis erlangt, spä­tes­tens drei Jah­re nach dem Abschluss des Gesell­schafts- oder Bei­tritts­ver­tra­ges.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. Dezem­ber 2009 – II ZR 15/​08

  1. Anschluss an BVerw­GE 130, 262; BVerwG ZIP 2009, 1899[]