Grie­chi­sche Staats­an­lei­hen – deut­sche Gerich­te

Kla­gen auf Zah­lung aus (ein­ge­zo­ge­nen) grie­chi­schen Staats­an­lei­hen sind in Deutsch­land unzu­läs­sig. Ihnen steht der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät ent­ge­gen.

Grie­chi­sche Staats­an­lei­hen – deut­sche Gerich­te

In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall mach­te der Anle­ger gegen die Hel­le­ni­sche Repu­blik Zah­lungs­an­sprü­che aus von die­ser emit­tier­ten Staats­an­lei­hen gel­tend, die im März 2012 ein­ge­zo­gen und durch neue Anlei­hen mit einem nied­ri­ge­ren Nenn­wert ersetzt wur­den.

Im Novem­ber 2011 und im Janu­ar 2012 erwarb der Anle­ger von Grie­chen­land im Jahr 2008 emit­tier­te ISIN-GR-Anlei­hen zu einem Nenn­be­trag von ins­ge­samt 10.000 €. Die Anlei­hen soll­ten mit einem Zins­satz von 4% p.a. ver­zinst wer­den und jeweils am 20.08.eines Jah­res fäl­lig sein; Gesamt­fäl­lig­keit soll­te am 20.08.2013 ein­tre­ten. In den Anlei­he­be­din­gun­gen, die kei­ne Umschul­dungs­klau­seln (sog. Collec­tive Action Clau­ses) ent­hiel­ten, war bestimmt, dass die Anlei­hen grie­chi­schem Recht unter­fal­len. Es han­del­te sich um dema­te­ria­li­sier­te Wert­pa­pie­re, die als Wert­rech­te aus­ge­ge­ben wur­den und im Giro­sys­tem der grie­chi­schen Zen­tral­bank regis­triert waren. Das Giro­sys­tem der grie­chi­schen Zen­tral­bank basiert auf Kon­ten im Namen der jewei­li­gen Sys­tem­teil­neh­mer (sog. „Trä­ger”), die dar­an nur mit Zulas­sung durch die grie­chi­sche Zen­tral­bank teil­neh­men kön­nen. Nach Art. 6 Abs. 4 des grie­chi­schen Geset­zes 2198/​1994 in der durch das Gesetz 2469/​1997 geän­der­ten Fas­sung (nach­fol­gend: Gesetz 2198/​1994 nF) erfolgt die Über­tra­gung des Titels, die gemäß Art. 6 Abs. 2 auch an Drit­te („Inves­to­ren”) zuläs­sig ist, dann aber nur zwi­schen den Par­tei­en wirkt und zu kei­nen Rechts­fol­gen zu Guns­ten oder zu Las­ten des grie­chi­schen Staa­tes oder der Bank von Grie­chen­land führt, durch Gut­schrift auf dem Kon­to des Berech­tig­ten. Gemäß Art. 6 Abs. 5 des Geset­zes 2198/​1994 nF wer­den die Kon­ten der Trä­ger im Sys­tem der Zen­tral­bank und die Kon­ten der Inves­to­ren bei den Trä­gern geführt.

Der Anle­ger erwarb die Anlei­hen über die sein Depot füh­ren­de Depot­bank. Auf den ihm erteil­ten Abrech­nun­gen zu den getä­tig­ten Anlei­he­käu­fen fin­det sich unter „Ver­wahr­art Wert­pa­pier­rech­nung” der Hin­weis „Lager­land Grie­chen­land”.

Im Zuge der Restruk­tu­rie­rung des grie­chi­schen Staats­haus­hal­tes wur­de durch das grie­chi­sche Gesetz 4050/​2012 vom 23.02.2012 gere­gelt, dass durch Mehr­heits­ent­schei­dung der Anlei­he­gläu­bi­ger Anlei­he­be­din­gun­gen geän­dert und ein Umtausch von Anlei­hen gegen neue Anlei­hen vor­ge­se­hen wer­den kön­nen und die­se Ent­schei­dung sodann durch Beschluss des Minis­ter­ra­tes Grie­chen­land für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wer­den kann. Nach Art. 1 Abs. 9 des Geset­zes 4050/​2012 bewirkt zum einen der Minis­ter­rats­be­schluss, dass auch die über­stimm­te Min­der­heit der Anlei­he­gläu­bi­ger an den Mehr­heits­be­schluss gebun­den ist und die­ser Vor­rang vor gegen­tei­li­gen Geset­zes­be­stim­mun­gen, Rechts­vor­schrif­ten oder Ver­ein­ba­run­gen hat. Zum ande­ren führt im Fall eines Aus­tau­sches der betrof­fe­nen Titel die Ein­bu­chung der neu­en Titel im Giro­sys­tem zur Auf­he­bung aller Rech­te und Ver­pflich­tun­gen aus den alten Titeln. Gemäß Art. 1 Abs. 4 des Geset­zes 4050/​2012 erfor­dert eine Ände­rung der betrof­fe­nen Anlei­hen, dass die Anlei­he­gläu­bi­ger sich an der Abstim­mung über die Ände­rung bzw. den Umtausch mit einem Quo­rum von min­des­tens 50% des aus­ste­hen­den Nenn­be­tra­ges betei­li­gen und eine qua­li­fi­zier­te Mehr­heit von zwei Drit­teln des teil­neh­men­den Kapi­tals dem Ände­rungs­vor­schlag zustimmt.

Mit Beschluss vom 24.02.2012 ent­schied der Minis­ter­rat Grie­chen­land, das im Gesetz 4050/​2012 vor­ge­se­he­ne Ver­fah­ren in Gang zu set­zen. Den Anlei­he­gläu­bi­gern wur­de ange­bo­ten, die betrof­fe­nen Anlei­hen, dar­un­ter auch die streit­ge­gen­ständ­li­chen Anlei­hen, gegen ande­re Anlei­hen mit einem um 53, 5% ver­rin­ger­ten Nenn­wert und ande­ren Lauf­zei­ten umzu­tau­schen. Mit Schrei­ben vom 28.02.2012 infor­mier­te die Depot­bank den Anle­ger über das an die Anlei­he­gläu­bi­ger gerich­te­te Ange­bot Grie­chen­land mit dem Hin­weis, dass die­ses Schrei­ben kei­ne Aus­sa­ge über die Berech­ti­gung des Anle­gers, an der Maß­nah­me teil­zu­neh­men, beinhal­te. Der Anle­ger stimm­te dem Ange­bot nicht zu.

Die grie­chi­sche Regie­rung teil­te am 9.03.2012 mit, dass nach der durch­ge­führ­ten Abstim­mung der Anlei­he­gläu­bi­ger die nach dem Gesetz 4050/​2012 vor­ge­se­he­nen Vor­aus­set­zun­gen für die Annah­me des Ände­rungs­vor­schlags erfüllt sei­en. Mit ihrer Bil­li­gung durch Beschluss des Minis­ter­rats Grie­chen­land vom glei­chen Tag wur­de die­se Mehr­heits­ent­schei­dung gemäß den Bestim­mun­gen des Geset­zes 4050/​2012 all­ge­mein­ver­bind­lich. Auf­grund des­sen wur­den am 12.03.2012 die alten Anlei­hen aus dem bei der grie­chi­schen Zen­tral­bank geführ­ten Sys­tem aus­ge­bucht und gleich­zei­tig die neu­en Anlei­hen ein­ge­bucht. Dar­auf­hin nahm die Depot­bank am 14.03.2012 im Depot des Anle­gers die ent­spre­chen­den Umbu­chun­gen vor.

Mit sei­ner Kla­ge ver­langt der Anle­ger im Wesent­li­chen Zah­lung des Nenn­werts der ursprüng­li­chen Anlei­hen zuzüg­lich Zin­sen sowie abzüg­lich ver­ein­nahm­ter Zah­lun­gen, Zug um Zug gegen Gestat­tung der Rück­bu­chung der neu­en Anlei­hen. Er stützt sei­ne Kla­ge in ers­ter Linie auf von ihm behaup­te­te ver­trag­li­che Rück­zah­lungs­an­sprü­che aus den ursprüng­lich erwor­be­nen Staats­an­lei­hen und hilfs­wei­se auf delik­ti­sche Scha­dens­er­satz­an­sprü­che wegen sit­ten­wid­ri­ger vor­sätz­li­cher Schä­di­gung.

Das erst­in­stanz­lich hier­mit befass­te Land­ge­richt Köln hat die Kla­ge als unzu­läs­sig abge­wie­sen, da der Kla­ge der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät ent­ge­gen­ste­he und im Übri­gen ein Gerichts­stand in Deutsch­land nicht gege­ben sei1. Auch die Beru­fung des Anle­gers hat­te vor dem Ober­lan­des­ge­richt Köln kei­nen Erfolg2:

Das Land­ge­richt habe die Kla­ge im Ergeb­nis mit Recht als unzu­läs­sig abge­wie­sen. Soweit der Anle­ger hilfs­wei­se delik­ti­sche Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gel­tend mache, ste­he der Kla­ge der vor­ran­gig und von Amts wegen zu berück­sich­ti­gen­de Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät ent­ge­gen.

Dies gel­te jedoch nicht für die von dem Anle­ger in ers­ter Linie gel­tend gemach­ten ver­trag­li­chen Rück­zah­lungs­an­sprü­che aus den Staats­an­lei­hen. Inso­weit sei Grie­chen­land nicht in ihrem hoheit­li­chen Auf­ga­ben­be­reich betrof­fen. Denn die Kapi­tal­auf­nah­me durch Emis­si­on von Staats­an­lei­hen stel­le ein nicht­ho­heit­li­ches Han­deln dar. Die­se Ein­ord­nung wer­de nicht dadurch berührt, dass der Anle­ger einen Ver­stoß gegen den deut­schen ord­re public durch das Gesetz 4050/​2012 anfüh­re. Denn die hier­durch sug­ge­rier­te Über­prü­fung fremd­staat­li­cher hoheit­li­cher Maß­nah­men, die der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät ver­hin­dern wol­le, fin­de bei der Anwen­dung der Vor­be­halts­klau­sel des Art. 6 EGBGB nicht statt. Die Emis­si­on von Staats­an­lei­hen ver­lie­re ihren fis­ka­li­schen Cha­rak­ter auch nicht durch die spä­te­ren, zum Zweck des Zwangs­um­tauschs der Anlei­hen durch­ge­führ­ten Maß­nah­men des grie­chi­schen Gesetz­ge­bers und der grie­chi­schen Regie­rung, auch wenn die­se hoheit­li­cher Natur sei­en.

Aller­dings sei, soweit die Kla­ge auf ver­trag­li­che Rück­zah­lungs­an­sprü­che aus den alten Staats­an­lei­hen gestützt wer­de, die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit deut­scher Gerich­te nicht eröff­net. Zwar han­de­le es sich inso­weit um eine Zivil- und Han­dels­sa­che im Sin­ne von Art. 1 Abs. 1 der Ver­ord­nung (EG) Nr. 44/​2001 des Rates vom 22.12 2000 über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen3. Jedoch sei­en weder die Vor­aus­set­zun­gen des Ver­brau­cher­ge­richts­stands gemäß Art. 15 Abs. 1 Buchst. c, Art. 16 Abs. 1 EuGV­VO aF gege­ben noch lie­ge der gemäß Art. 5 Nr. 1 Buchst. a EuGV­VO aF maß­geb­li­che Erfül­lungs­ort in Deutsch­land, so dass auch der in der Beru­fungs­in­stanz hilfs­wei­se gestell­te Antrag auf Ver­wei­sung des Rechts­streits an das LG Frank­furt am Main kei­nen Erfolg habe.

Die­se Beur­tei­lung hielt revi­si­ons­recht­li­cher Nach­prü­fung durch den Bun­des­ge­richts­hof im Ergeb­nis stand, so dass der Bun­des­ge­richts­hof die vom OLG Köln in sei­nem Beru­fungs­ur­teil zuge­las­se­ne Revi­si­on des Anle­gers nun eben­falls zurück­wies:

Das Ober­lan­des­ge­richt Köln hat rechts­feh­ler­haft ange­nom­men, dass die deut­sche Gerichts­bar­keit eröff­net ist, soweit die Kla­ge auf ver­trag­li­che Rück­zah­lungs­an­sprü­che aus den ursprüng­lich erwor­be­nen Staats­an­lei­hen gestützt ist. Der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät steht der Kla­ge ins­ge­samt ent­ge­gen.

Die Fra­ge, ob die deut­sche Gerichts­bar­keit nach den Grund­sät­zen der Staa­ten­im­mu­ni­tät eröff­net ist, ist von Amts wegen4 und vor Ermitt­lung der inter­na­tio­na­len Zustän­dig­keit5 zu prü­fen.

Soweit im Völ­ker­recht in einem all­ge­mei­nen Sin­ne von Staa­ten­im­mu­ni­tät die Rede ist, bezieht sich die­se auf den völ­ker­ge­wohn­heits­recht­lich aner­kann­ten Grund­satz, dass ein Staat nicht fremd­staat­li­cher natio­na­ler Gerichts­bar­keit unter­wor­fen ist. Aller­dings hat das Recht der all­ge­mei­nen Staa­ten­im­mu­ni­tät, nicht zuletzt wegen des zuneh­mend kom­mer­zi­el­len grenz­über­schrei­ten­den Tätig­wer­dens staat­li­cher Stel­len, einen Wan­del von einem abso­lu­ten zu einem nur mehr rela­ti­ven Recht durch­lau­fen. Es ist kei­ne all­ge­mei­ne Regel des Völ­ker­rechts mehr, dass ein Staat Immu­ni­tät auch für nicht­ho­heit­li­ches Han­deln („acta iure ges­tio­nis”) genießt6. Staa­ten­im­mu­ni­tät besteht aber nach dem als Bun­des­recht im Sin­ne von Art. 25 GG gel­ten­den all­ge­mei­nen Völ­ker­ge­wohn­heits­recht auch heu­te noch weit­ge­hend unein­ge­schränkt für sol­che Akte, die hoheit­li­ches Han­deln eines Staa­tes dar­stel­len („acta iure impe­rii”), soweit der aus­län­di­sche Staat auf sie nicht ver­zich­tet. Andern­falls könn­te die recht­li­che Prü­fung durch die Gerich­te eine Beur­tei­lung des hoheit­li­chen Han­delns erfor­dern, was mit dem Prin­zip der sou­ve­rä­nen Gleich­heit von Staa­ten und dem dar­aus fol­gen­den Rechts­prin­zip, dass Staa­ten nicht über­ein­an­der zu Gericht sit­zen, nicht ver­ein­bar wäre7.

Die Abgren­zung zwi­schen hoheit­li­cher und nicht­ho­heit­li­cher Staats­tä­tig­keit rich­tet sich nicht nach deren Motiv oder Zweck. Sie kann auch nicht danach vor­ge­nom­men wer­den, ob die Betä­ti­gung in erkenn­ba­rem Zusam­men­hang mit hoheit­li­chen Auf­ga­ben des Staa­tes steht. Dies folgt dar­aus, dass die Tätig­keit eines Staa­tes, wenn auch nicht ins­ge­samt, aber doch zum weit­aus größ­ten Teil hoheit­li­chen Zwe­cken und Auf­ga­ben dient und mit ihnen in einem erkenn­ba­ren Zusam­men­hang steht. Maß­ge­bend für die Unter­schei­dung ist viel­mehr die Natur der staat­li­chen Hand­lung oder des ent­stan­de­nen Rechts­ver­hält­nis­ses. Es kommt dar­auf an, ob der aus­län­di­sche Staat in Aus­übung der ihm zuste­hen­den Hoheits­ge­walt und damit öffent­lich­recht­lich oder wie eine Pri­vat­per­son, also pri­vat­recht­lich, tätig gewor­den ist8.

Man­gels völ­ker­recht­li­cher Unter­schei­dungs­merk­ma­le ist die Abgren­zung grund­sätz­lich nach dem Recht des ent­schei­den­den Gerichts zu beur­tei­len9, hier also nach deut­schem Recht. Die Her­an­zie­hung natio­na­ler Rege­lun­gen zur Unter­schei­dung hoheit­li­chen staat­li­chen Han­delns von nicht­ho­heit­li­chem staat­li­chem Han­deln fin­det erst dort ihre Gren­ze, wo der unter den Staa­ten all­ge­mein aner­kann­te Bereich hoheit­li­cher Tätig­keit berührt ist. Das betrifft etwa die Betä­ti­gung der aus­wär­ti­gen und mili­tä­ri­schen Gewalt, die Gesetz­ge­bung, die Aus­übung der Poli­zei­ge­walt und die Rechts­pfle­ge10. Inso­weit kann es aus­nahms­wei­se gebo­ten sein, eine nach natio­na­lem Recht als pri­vat­recht­lich ein­zu­ord­nen­de Tätig­keit eines aus­län­di­schen Staa­tes gleich­wohl als der Staa­ten­im­mu­ni­tät unter­fal­len­den Akt iure impe­rii zu qua­li­fi­zie­ren, wenn die­ser zum Kern­be­reich völ­ker­recht­lich aner­kann­ter Staats­ge­walt zu rech­nen ist11.

Nach die­sen Grund­sät­zen steht wie das Ober­lan­des­ge­richt Köln zutref­fend ange­nom­men hat der Kla­ge der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät ent­ge­gen, soweit sie hilfs­wei­se auf einen delik­ti­schen Scha­dens­er­satz­an­spruch wegen sit­ten­wid­ri­ger vor­sätz­li­cher Schä­di­gung gestützt ist. Ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on wird die­ser Anspruch nicht aus den ursprüng­li­chen Anlei­he­be­din­gun­gen her­ge­lei­tet. Viel­mehr besteht inso­weit das maß­geb­li­che, poten­ti­ell haf­tungs­be­grün­den­de Ver­hal­ten Grie­chen­land im Erlass des Geset­zes 4050/​2012 vom 23.02.2012 sowie dem Beschluss des Minis­ter­rats vom 09.03.2012, auf­grund derer die Mehr­heits­ent­schei­dung der Gläu­bi­ger über das Umtausch­an­ge­bot all­ge­mein­ver­bind­lich wur­de und bei denen es sich um hoheit­li­che Maß­nah­men han­delt, deren Recht­mä­ßig­keits­kon­trol­le der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät ver­hin­dern will12.

Das Ober­lan­des­ge­richt Köln hat eben­falls zutref­fend ent­schie­den, dass der Ein­ord­nung der hier für die Beur­tei­lung der Immu­ni­tät maß­geb­li­chen Maß­nah­men als hoheit­lich ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on das Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 11.06.201513 nicht ent­ge­gen­steht. Die­ses Urteil ist zur Aus­le­gung von Art. 1 Abs. 1 der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1393/​2007 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 13.11.2007 über die Zustel­lung gericht­li­cher und außer­ge­richt­li­cher Schrift­stü­cke in Zivil- oder Han­dels­sa­chen in den Mit­glied­staa­ten und zur Auf­he­bung der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1348/​2000 des Rates (EuZu­st­VO)14 ergan­gen und befasst sich nur mit der Zustel­lung von Kla­gen, also mit der Mög­lich­keit, einen Sach­ver­halt über­haupt zur gericht­li­chen Über­prü­fung zu brin­gen und die Gele­gen­heit zur Klä­rung kom­ple­xer juris­ti­scher Fra­gen zu schaf­fen. Dem­ge­mäß hat der Uni­ons­ge­richts­hof auf die Beson­der­hei­ten des uni­ons­recht­li­chen Zustel­lungs­rechts abge­stellt, ins­be­son­de­re auf das mit der EuZu­st­VO ver­folg­te Ziel der Schnel­lig­keit bei der Zustel­lung gericht­li­cher Schrift­stü­cke und die damit ver­bun­de­ne Beschrän­kung auf eine ers­te Prü­fung der vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen15. Immu­ni­täts­fra­gen stel­len sich auf die­ser Stu­fe noch nicht, son­dern erst auf der Stu­fe der Gerichts­bar­keit, die der Zustel­lung nach­ge­la­gert ist16.

Aller­dings ist die deut­sche Gerichts­bar­keit ent­ge­gen der Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Köln nach den Grund­sät­zen der Staa­ten­im­mu­ni­tät auch inso­weit nicht eröff­net, als die Kla­ge auf ver­trag­li­che Rück­zah­lungs­an­sprü­che aus den ursprüng­lich erwor­be­nen Staats­an­lei­hen gestützt ist17.

Zwar stellt die Kapi­tal­auf­nah­me durch Emis­si­on von Staats­an­lei­hen nach ganz über­wie­gen­der Ansicht ein nicht­ho­heit­li­ches Han­deln dar18.

Nach der oben dar­ge­stell­ten Recht­spre­chung kommt es für die Fra­ge der Immu­ni­tät aber nicht auf die Rechts­na­tur des Grund­ver­hält­nis­ses an, son­dern auf die Natur der staat­li­chen Hand­lung, also die Rechts­na­tur der Maß­nah­me, über deren Berech­ti­gung die Par­tei­en strei­ten19. Dem­ge­mäß hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einem Fall, dem eine Lohn­zah­lungs­kla­ge gegen den grie­chi­schen Staat zugrun­de lag20, der den Net­to­lohn eines bei ihm in Deutsch­land beschäf­tig­ten Staats­bür­gers wegen der Ein­füh­rung einer Quel­len­steu­er in Höhe von 5% des Brut­to­loh­nes gekürzt hat­te, die Immu­ni­tät mit der Begrün­dung bejaht, Gegen­stand des Rechts­streits sei die hoheit­lich zu beur­tei­len­de Besteue­rung mit der aus­län­di­schen Quel­len­steu­er durch den beklag­ten Staat, nicht die unter­blie­be­ne voll­stän­di­ge Aus­zah­lung eines im pri­vat­recht­li­chen Arbeits­ver­hält­nis vom beklag­ten Staat als Arbeit­ge­ber geschul­de­ten (Brutto)Gehalts21. Damit hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht auf die teil­wei­se Nicht­zah­lung des Arbeits­ent­gelts abge­stellt, son­dern auf den Grund für die­se Nicht­zah­lung, näm­lich die Steu­er­erhe­bung22.

Nach die­sen Maß­ga­ben ist für die Beur­tei­lung der Immu­ni­tät im vor­lie­gen­den Fall unab­hän­gig von der recht­li­chen Ein­klei­dung der gel­tend gemach­ten Zah­lungs­an­sprü­che nicht die Rechts­na­tur der Kapi­tal­auf­nah­me durch Emis­si­on von Staats­an­lei­hen, son­dern die Rechts­na­tur der hoheit­li­chen Maß­nah­men Grie­chen­land, die letzt­lich zur Aus­bu­chung der Anlei­hen aus dem Wert­pa­pier­de­pot des Anle­gers führ­ten, maß­geb­lich23.

Auch wenn sich der Anle­ger dar­auf beruft, ver­trag­li­che Erfül­lungs­an­sprü­che aus den ursprüng­lich von ihm erwor­be­nen Staats­an­lei­hen gel­tend zu machen, ist zu berück­sich­ti­gen, dass Gegen­stand des Rechts­streits nicht ein­fach die im Zeit­punkt der Fäl­lig­keit ver­wei­ger­te Erfül­lung eines im Rah­men eines pri­vat­recht­li­chen Ver­tra­ges von Grie­chen­land als Ver­trags­part­ne­rin geschul­de­ten Zah­lungs­an­spruchs ist24. Denn bei den streit­ge­gen­ständ­li­chen Anlei­hen han­delt es sich um (dema­te­ria­li­sier­te) Wert­pa­pie­re, die grie­chi­schem Recht unter­la­gen, im Sys­tem der grie­chi­schen Zen­tral­bank geführt wur­den und unstrei­tig vor Ein­tritt ihrer Fäl­lig­keit auf der Grund­la­ge des Geset­zes 4050/​2012 und des Minis­ter­rats­be­schlus­ses vom 09.03.2012 zunächst aus die­sem Sys­tem und in der Fol­ge auch aus dem Wert­pa­pier­de­pot des Anle­gers aus­ge­bucht wur­den. Fer­ner ist in Art. 1 Nr. 9 des Geset­zes 4050/​2012 vor­ge­se­hen, dass die Ein­bu­chung der neu­en Anlei­hen im Giro­sys­tem zur Auf­he­bung aller Rech­te und Ver­pflich­tun­gen aus den alten Titeln führt.

Ange­sichts die­ser Umstän­de wür­de die Zuer­ken­nung eines ver­trag­li­chen Erfül­lungs­an­spruchs den­knot­wen­dig vor­aus­set­zen, dass das ange­ru­fe­ne Gericht die Rechts­wid­rig­keit und eine dar­aus ggf. resul­tie­ren­de Nich­tig­keit oder Unbe­acht­lich­keit des Geset­zes 4050/​2012 und des Minis­ter­rats­be­schlus­ses vom 09.03.2012 fest­stellt25.

Damit ist aber gera­de eine Beur­tei­lung des hoheit­li­chen Han­delns Grie­chen­land erfor­der­lich, die mit dem Prin­zip der sou­ve­rä­nen Gleich­heit von Staa­ten und dem dar­aus fol­gen­den Rechts­prin­zip, dass Staa­ten nicht über­ein­an­der zu Gericht sit­zen, nicht ver­ein­bar wäre26. Denn es geht eben­so wie im Rah­men außer­ver­trag­li­cher Ansprü­che maß­geb­lich um die Fra­ge, ob der grie­chi­sche Gesetz­ge­ber berech­tigt war, mit Wir­kung gegen­über aus­län­di­schen Gläu­bi­gern, die beim Erwerb der Anlei­hen in die Gel­tung sei­ner Zivil­rechts­ord­nung ein­ge­wil­ligt hat­ten, gegen deren Wil­len neue Vor­schrif­ten in sei­ne Rechts­ord­nung ein­zu­fü­gen, wel­che frü­her gel­ten­de Nor­men erset­zen oder ergän­zen. Gera­de dadurch ist aber der Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät unmit­tel­bar berührt27.

Grie­chen­land kann ent­ge­gen der Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Köln28 auch nicht mit einem sons­ti­gen Schuld­ner einer pri­va­ten For­de­rung gleich­ge­setzt wer­den, der sich dar­auf beruft, sei­ne Ver­bind­lich­keit sei durch ein Gesetz oder eine ande­re hoheit­li­che Maß­nah­me erlo­schen, und des­sen Ein­wen­dung nach dem anwend­ba­ren mate­ri­el­len Recht zu prü­fen ist29. Denn Grie­chen­land hat hier die zum Erlö­schen ihrer Ver­bind­lich­keit füh­ren­den Maß­nah­men selbst in ihrer Eigen­schaft als Hoheits­trä­ger durch Par­la­ments­ge­setz und Minis­ter­rats­be­schluss erlas­sen, wäh­rend einem pri­va­ten Schuld­ner ein gesetz­li­cher Ein­griff in ver­trag­li­che Ver­pflich­tun­gen unmög­lich ist30.

Wie bereits aus­ge­führt, steht der Ein­ord­nung der hier für die Beur­tei­lung der Immu­ni­tät maß­geb­li­chen Maß­nah­men als hoheit­lich das Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 11.06.201513 nicht ent­ge­gen.

Der Ver­nei­nung der deut­schen Gerichts­bar­keit im vor­lie­gen­den Fall steht auch nicht das Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs vom 20.07.201631 ent­ge­gen32.

In die­sem Urteil hat der Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­den, dass eine Kla­ge auf Rück­zah­lung grie­chi­scher Staats­an­lei­hen, die von der Hel­le­ni­schen Repu­blik wegen des Zwangs­um­tau­sches der Anlei­hen auf­grund des Geset­zes 4050/​2012 ver­wei­gert wird; vom Deckungs­schutz in der Recht­schutz­ver­si­che­rung nicht durch eine Klau­sel aus­ge­schlos­sen ist, nach der Rechts­schutz nicht für die Wahr­neh­mung recht­li­cher Inter­es­sen in Ent­eig­nungs, Plan­fest­stel­lungs, Flur­be­rei­ni­gungs- sowie im Bau­ge­setz­buch gere­gel­ten Ange­le­gen­hei­ten besteht33. Die Fra­ge der mög­li­cher­wei­se feh­len­den Erfolgs­aus­sich­ten einer Kla­ge gegen die Hel­le­ni­sche Repu­blik ist offen gelas­sen wor­den, weil die­ser Ein­wand nicht in der gebo­te­nen Form und Frist erho­ben wor­den war34.

Das Bestehen der deut­schen Gerichts­bar­keit ergibt sich auch nicht aus Art. 10 Abs. 1 des Über­ein­kom­mens der Ver­ein­ten Natio­nen über die Immu­ni­tät der Staa­ten und ihres Ver­mö­gens von der Gerichts­bar­keit vom 02.12.200435, da die­ses Über­ein­kom­men bis­her nicht in Kraft getre­ten und weder von Grie­chen­land noch von Deutsch­land gezeich­net oder rati­fi­ziert wor­den ist. Anhalts­punk­te dafür, dass die in die­sem Arti­kel ent­hal­te­ne Rege­lung, die über­dies die Fest­stel­lung einer inter­na­tio­na­len Zustän­dig­keit des ange­ru­fe­nen Gerichts vor­aus­setzt36, die Immu­ni­tät über die oben dar­ge­stell­te Recht­spre­chung hin­aus ein­schrän­ken wür­de und inso­weit als Völ­ker­ge­wohn­heits­recht gäl­te37, sind nicht ersicht­lich38.

Schließ­lich steht der Ver­nei­nung der deut­schen Gerichts­bar­keit im vor­lie­gen­den Fall auch nicht das Urteil des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 26.04.201739 ent­ge­gen. Die die­sem Urteil zugrun­de­lie­gen­de Fall­kon­stel­la­ti­on ist nicht mit der hier in Rede ste­hen­den ver­gleich­bar, da die streit­ge­gen­ständ­li­chen Anlei­hen grie­chi­schem Recht unter­la­gen, im Sys­tem der grie­chi­schen Zen­tral­bank geführt wur­den und auf­grund der streit­ge­gen­ständ­li­chen hoheit­li­chen Maß­nah­men aus die­sem Sys­tem aus­ge­bucht und durch neue Anlei­hen ersetzt wur­den.

Da die Kla­ge somit schon des­halb unzu­läs­sig ist, weil die deut­sche Gerichts­bar­keit nicht eröff­net ist, bedarf es kei­ner Ent­schei­dung, ob die Auf­fas­sung des Ober­lan­des­ge­richts Köln, die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit deut­scher Gerich­te erge­be sich weder aus Art. 15 Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 EuGV­VO aF noch aus Art. 5 Nr. 1 Buchst. a EuGV­VO aF, recht­li­cher Über­prü­fung stand­hält.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Dezem­ber 2017 – XI ZR 247/​16

  1. LG Köln, Urteil vom 31.07.2015 – 32 O 70/​14
  2. OLG Köln, Urteil vom 12.05.2016 – 8 U 44/​15, WM 2016, 1590
  3. nach­fol­gend: EuGV­VO aF
  4. BVerfGE 46, 342, 359; BGH, Urtei­le vom 09.07.2009 – III ZR 46/​08, BGHZ 182, 10 Rn.20 mwN; vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 11; und vom 24.03.2016 – VII ZR 150/​15, BGHZ 209, 290 Rn. 16
  5. BGH, Urteil vom 08.03.2016, aaO, und Beschluss vom 26.11.2015 – III ZR 26/​15 3; Stür­ner, IPRax 2008, 197, 203 mwN; Wag­ner, RIW 2014, 260, 261
  6. vgl. BVerfGE 16, 27, 33 ff.; 117, 141, 152 f.; BVerfG, NJW 2014, 1723 Rn.19; BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 12
  7. vgl. BVerfGE 117, 141, 152 f.; BVerfG, NJW 2014, 1723 Rn.19 f.; BGH, Urtei­le vom 26.09.1978 – VI ZR 267/​76, WM 1979, 586; und vom 08.03.2016, aaO
  8. BVerfGE 16, 27, 61 f.; BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 14 und Beschluss vom 30.01.2013 – III ZB 40/​12, WM 2013, 1903 Rn. 11
  9. BVerfGE 16, 27, 62; BVerfG, NJW 2014, 1723 Rn. 21; BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 15
  10. vgl. BVerfGE 16, 27, 63; BVerfG, NJW 2014, 1723 Rn. 21; BGH, Urteil vom 08.03.2016, aaO
  11. vgl. BVerfGE 16, 27, 63 f.; BVerfG, NJW 2014, 1723 Rn. 21; BGH, Urteil vom 08.03.2016, aaO
  12. BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGH 209, 191 Rn.19 ff.
  13. EuGH, Urteil vom 11.06.2015 – C‑226/​13, C‑245/​13, C‑247/​13, C‑578/​13, Fah­nen­brock u.a., ZIP 2015, 1250
  14. ABl. L 324, S. 79
  15. vgl. EuGH, aaO Rn. 46
  16. BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 24; OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 288; Knöfel, RIW 2015, 503, 504; Man­kow­ski, EWiR 2015, 495, 496
  17. eben­so OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 289 ff.; OLG Mün­chen, Urteil vom 08.12 2016 14 U 4840/​15 145 ff.; OLG Olden­burg, Urteil vom 26.05.2017 6 U 1/​17, n.v. Umdruck S. 11 ff.; OLG Dres­den, Urteil vom 21.06.2017 5 U 1533/​16, n.v. Umdruck S. 7; OLG Düs­sel­dorf, Urteil vom 21.07.2017 16 U 85/​16, n.v. Umdruck S. 21 ff.; OLG Köln, Urteil vom 01.09.2017 6 U 186/​16, n.v. Umdruck S. 12 ff.; OLG Ham­burg, Urteil vom 01.09.2017 1 U 145/​16, n.v. Umdruck S. 8 ff.; KG, Urteil vom 11.09.2017 10 U 173/​15, n.v. Umdruck S. 6 ff.; LG Kon­stanz, Urteil vom 19.11.2013 2 O 132/​13, IPRspr.2013 Nr. 172 S. 370, 372; LG Osna­brück, RIW 2016, 76, 77 ff.; LG Kemp­ten, Urteil vom 16.11.2015 21 O 1342/​14, BeckRS 2015, 116949 Rn. 16; LG Bonn, Urtei­le vom 19.10.2016 1 O 216/​14 130 ff.; und vom 14.12 2016 1 O 317/​13 52 ff.; Frei­tag in Reithmann/​Martiny, Inter­na­tio­na­les Ver­trags­recht, 8. Aufl., Rn.06.657
  18. vgl. nur BVerfGE 117, 141, 153; BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 17; OLG Olden­burg, WM 2016, 1878, 1880; OLG Schles­wig, ZIP 2015, 1253, 1255 und WM 2017, 285, 287; vgl. auch EuGH, Urteil vom 11.06.2015 – C‑226/​13, C‑245/​13, C‑247/​13, C‑578/​13, Fah­nen­brock u.a., ZIP 2015, 1250 Rn. 53
  19. BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 17
  20. vgl. BAGE 144, 244 Rn. 6
  21. BVerfG, NJW 2014, 1723 Rn. 22
  22. OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 289
  23. OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 289 ff.; OLG Mün­chen, Urteil vom 08.12 2016 14 U 4840/​15 146 ff.; LG Kon­stanz, Urteil vom 19.11.2013 2 O 132/​13, IPRspr.2013 Nr. 172 S. 372; LG Osna­brück, RIW 2016, 76, 77; LG Bonn, Urtei­le vom 19.10.2016 1 O 216/​14 131; und vom 14.12 2016 1 O 317/​13 53
  24. eben­so OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 289; OLG Mün­chen, Urteil vom 08.12 2016 14 U 4840/​15 147; LG Bonn, Urteil vom 19.10.2016 1 O 216/​14 132; KG, Urteil vom 11.09.2017 10 U 173/​15, n.v. Umdruck S. 7
  25. vgl. OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 289; OLG Mün­chen, Urteil vom 08.12 2016 14 U 4840/​15 149; LG Osna­brück, RIW 2016, 76, 78 f.; LG Wup­per­tal, Urteil vom 26.04.2016 5 O 218/​14, n.v. Umdruck S.20
  26. vgl. Nodous­ha­ni, WuB 2016, 481, 485
  27. vgl. BGH, Urteil vom 08.03.2016 – VI ZR 516/​14, BGHZ 209, 191 Rn. 25; OLG Schles­wig, WM 2017, 285, 290 f.; Pau­lus EWiR 2016, 577, 578
  28. eben­so OLG Olden­burg, WM 2016, 1878, 1880; Man­kow­ski WuB 2017, 290, 293; M. J. Mül­ler RIW 2016, 80, 81
  29. OLG Köln, Urteil vom 01.09.2017 6 U 186/​16, n.v. Umdruck S. 14 f.
  30. OLG Köln, Urteil vom 01.09.2017, aaO; LG Bonn, Urteil vom 19.10.2016 1 O 216/​14 132; Tho­le, WM 2012, 1793, 1794
  31. BGH, Urteil vom 20.07.2016 – IV ZR 245/​15, WM 2016, 1586
  32. eben­so OLG Köln, Urteil vom 01.09.2017 – 6 U 186/​16
  33. BGH, aaO Rn.20 ff.
  34. BGH, aaO Rn. 32 ff.
  35. ILM 44 (2005), 801, 807
  36. vgl. YILC 1991 – II (2) S. 34
  37. so zu der Rege­lung für Arbeits­ver­trä­ge in Art. 11 des Über­ein­kom­mens EGMR, Urtei­le vom 23.03.2010 15869/​02, Cudak/​Litauen, Slg. 2010 – III, 153 Rn. 66 f.; und vom 29.06.2011 34869/​05, Sabeh El Leil/​Frank­reich, NJOZ 2012, 1333 Rn. 54; in Bezug auf Art. 10 offen­ge­las­sen von BGH, Urteil vom 24.03.2016 – VII ZR 150/​15, BGHZ 209, 290 Rn. 21 und 24
  38. vgl. OLG Köln, Urteil vom 01.09.2017 6 U 186/​16, n.v. Umdruck S. 18
  39. BAG, Urteil vom 26.04.2017 – 5 AZR 962/​13, RIW 2017, 611 Rn. 15 ff.