Last­schrift-Wider­spruch durch den Insol­venz­ver­wal­ter

Der Wirk­sam­keit des vom Insol­venz­ver­wal­ter erklär­ten Wider­spruchs gegen­über einer der Schuld­ner­bank im Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­ver­fah­ren vor­ge­leg­ten Last­schrift für das Kon­to der Insol­venz­schuld­ne­rin steht nicht ent­ge­gen, dass ein aus dem Valu­t­aver­hält­nis her­rüh­ren­der Grund für die Aus­übung des Wider­rufs­rechts nicht gege­ben war.

Last­schrift-Wider­spruch durch den Insol­venz­ver­wal­ter

Im Ver­hält­nis der Schuld­ner­bank zum Last­schrift­gläu­bi­ger kommt es nicht dar­auf an, ob sich der Wider­spruch im Valu­t­aver­hält­nis als vor­sätz­li­che sit­ten­wid­ri­ge Schä­di­gung dar­stellt, weil die Bank infol­ge des damit – end­gül­tig – anwei­sungs­lo­sen Zugriffs auf das Kon­to der Insol­venz­schuld­ne­rin zu einer Rück­bu­chung der Kon­to­be­las­tung in jedem Fall ver­pflich­tet ist.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 21. Okto­ber 2009 – 3 U 78/​09

  1. im Anschluss an BGH, Urteil vom 20.07.2010 – XI ZR 236/​07, WM 2010, 1546[]