Mit Tra­ding etwas dazu­ver­die­nen – ist das recht­lich in Ord­nung?

Stän­dig hört man etwas von Anle­gern, die ihr Geld sehr erfolg­reich in Akti­en und ande­re Anle­ge­op­tio­nen anle­gen und damit gro­ße Gewin­ne ein­fah­ren. Doch als Anfän­ger fragt man sich schnell, was für ein Trick hin­ter dem Tra­ding steckt und was für Mög­lich­kei­ten man als Ein­stei­ger in die­sem Bereich hat.

Mit Tra­ding etwas dazu­ver­die­nen – ist das recht­lich in Ord­nung?

Oft wird das Gefühl erweckt, dass man sich als Laie nie­mals aus­rei­chen­de Kennt­nis­se aneig­nen kann, um mit Tra­ding wirk­lich erfolg­reich zu sein.

Dabei stellt sich auch die Fra­ge, was der Begriff Tra­ding über­haupt bedeu­tet. Bei die­ser Bezeich­nung han­delt es sich grund­sätz­lich um den Han­del mit Finanz­in­stru­men­ten. Das kön­nen Anla­gen ver­schie­dens­ter Art sein, egal ob Wert­pa­pie­re, Kryp­to­wäh­run­gen oder Roh­stof­fe. Tra­ding kann also vie­le Berei­che umfas­sen.

Der klas­si­sche Weg sieht auf recht­li­cher Ebe­ne vor, eine Bank zu beauf­tra­gen Wert­pa­pie­re zu kau­fen. Heut­zu­ta­ge geht das durch das Inter­net ein­fa­cher und jeder kann selbst han­deln. Recht­lich gese­hen darf sich jede Per­son am Han­dels­markt betei­li­gen.

Tra­ding kann man ler­nen

Auch wenn es als Anfän­ger unmög­lich erscheint, kann man Tra­ding ler­nen. Zunächst ein­mal soll­te man wis­sen, dass der Groß­teil der Anla­gen­han­dels­mög­lich­kei­ten inzwi­schen im Netz statt­fin­den. Daher ist das Online Tra­ding ein immer grö­ßer wer­den­der Bereich. Das ver­ein­facht den Han­del aber auch stark, da sich jede Pri­vat­per­son bei einem Bro­ker anmel­den kann.

Ein Bro­ker ist dabei ein Anbie­ter einer Han­dels­platt­form, bei dem get­ra­det wer­den kann. Ein Sys­tem „Tra­den für Anfän­ger“ gibt es dabei natür­lich nicht, aber vie­le Anbie­ter bie­ten bereits gute Erklä­run­gen für den Start und eine über­sicht­li­che Platt­form.

Fest steht jedoch, dass man Tra­den ler­nen kann, wen man sich ent­spre­chend ein­liest. Es gibt nicht die eine Stra­te­gie, mit der man erfolg­reich sein wird. Jeder Tra­der betreibt eine ande­re Ana­ly­se und setzt den Fokus auf einen ande­ren Bereich.

Sich fokus­sie­ren beim Tra­ding

Auch wenn man Tra­ding ler­nen kann, macht es kei­nen Sinn, wahl­los auf irgend­wel­che Stra­te­gien zu set­zen und einen Han­del ein­zu­ge­hen, nur weil die Mög­lich­keit besteht. Noch bevor man sich für einen Bro­ker ent­schei­det, soll­te man über­le­gen, in wel­cher Rich­tung man han­deln möch­te.

Bei­spiels­wei­se kann man sich auf Wert­pa­pie­re kon­zen­trie­ren oder den Fokus auf die neu­ar­ti­gen Kryp­to­wäh­run­gen lie­gen. Bit­coin Tra­ding ist sehr beliebt und kann hohe Gewin­ne ein­brin­gen. Damit man nicht den Über­blick ver­liert, soll­te man sich zunächst für einen Bereich ent­schei­den.

Es kann nicht gelin­gen vie­le ver­schie­de­ne Han­dels­märk­te auf ein­mal im Blick zu behal­ten. Um immer auf dem aktu­el­len Stand zu sein, kann eine Tra­ding App sehr hilf­reich sein, wel­che von vie­len Anbie­tern zusätz­lich ange­bo­ten wird.

Mehr über Tra­ding kann man eigent­lich über­all lesen. Dabei soll­te man aber im Hin­ter­kopf haben, dass jeder etwas ande­res erzählt und die Mei­nun­gen in vie­le Rich­tun­gen gehen.

Recht­lich: Das Ver­steu­ern von Bör­sen­ge­win­nen

Vie­le Men­schen ver­fol­gen mit dem Tra­ding den Traum, ihr Ein­kom­men ganz neben­bei auf­zu­bes­sern und gute Gewin­ne ein­zu­fah­ren. Wenn das wirk­lich klappt, stellt sich schnell die Fra­ge, wie es mit der Ver­steue­rung die­ser Gewin­ne aus­sieht.

Grund­sätz­lich kann man sich mer­ken, dass Gewin­ne aus dem Forex-Han­del in Deutsch­land fest mit 25% ver­steu­ert wer­den. Natür­lich nur, wenn auch Gewin­ne anfal­len. Damit sind die Net­to­ge­win­ne gemeint, Ver­lus­te wer­den also gegen­ge­rech­net, sodass am Ende eines Jah­res ein soge­nann­ter Net­to­ge­winn übrig bleibt.

Dabei gilt auch hier der all­ge­mei­ne Frei­be­trag. Steu­ern müs­sen erst dann gezahlt wer­den, wenn die­ser Betrag über­schrit­ten wird.

Bezo­gen auf Abgel­tungs­steu­ern gibt es jähr­lich einen Frei­be­trag für Kapi­tal­ein­künf­te. Die­ser Betrag liegt bei 801€, wel­che nicht ver­steu­ert wer­den müs­sen. Die­se Sum­me kann vom Net­to­ge­winn am Ende abge­zo­gen wer­den.

Wer bei einem deut­schen Tra­der ange­mel­det ist, muss sich kei­ne Sor­gen machen. Am Ende eines Jah­res wird eine ent­spre­chen­de Beschei­ni­gung für das Finanz­amt erstellt. Dazu wer­den vor­her schon 25% von even­tu­el­len Gewin­nen ein­be­hal­ten, um jeden Tra­der schüt­zen zu kön­nen. Müs­sen kei­ne oder weni­ger Steu­ern gezahlt wer­den, wird der Betrag wie­der gut­ge­schrie­ben.

Nicht abschre­cken las­sen

Wie bei vie­len Berei­chen geht es auch im Tra­ding nicht ohne recht­li­che Aspek­te, wel­che berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Wenn man bereit ist, sich als Anfän­ger gut ein­zu­le­sen, dann kann man beim tra­den aber jede Men­ge Spaß haben und sich etwas dazu­ver­die­nen.