Neu­es Ver­si­che­rungs-Ver­trags­recht

Das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um hat heu­te die Eck­punk­te der Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts vor­ge­stellt. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te dem Gesetz­ge­ber eine Frist bis 2008 gege­ben, um Ände­run­gen im Recht der Kapi­­tal-Lebens­­­ver­­­si­che­­run­­gen vor­zu­neh­men. Dies ist nun Anlass für eine weit­ge­hen­de Reform des Ver­si­che­rungs­ver­trags­rechts.

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Zin­sen aus wei­ter lau­fen­der Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung

Zin­sen aus einer Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung, die nach Ablauf eines Zeit­raums von mehr als zwölf Jah­ren nach Ver­trags­ab­schluss bei Wei­ter­füh­rung des Ver­si­che­rungs­ver­tra­ges gezahlt wer­den, sind nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs in ent­spre­chen­der Anwen­dung des § 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG steu­er­frei.

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Pro­spekt­haf­tung des Gesell­schaf­ters

In einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil hat der Bun­des­ge­richts­hof Stel­lung genom­men zur Haf­tung eines kon­zern­be­herr­schen­den Gesell­schaf­ters für feh­ler­haf­te Anga­ben in einem Pro­spekt, der zum Ver­trieb einer Immo­bi­li­en­an­la­ge her­aus­ge­ge­ben wur­de. Danach hat der beherr­schen­de Gesell­schaf­ter auch per­sön­lich nach den Grund­sät­zen der Pro­spekt­haf­tung für den Scha­den des Anle­gers aus einem feh­ler­haf­ten Pro­spekt ein­zu­ste­hen,

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Nach­schuss­pflicht in Publi­kums­ge­sell­schaf­ten

Der Bun­des­ge­richts­hof hat in zwei Urtei­len erneut klar­ge­stellt, dass nach­träg­li­che Bei­trags­er­hö­hun­gen („Nach­schüs­se“) auch in einer Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft nicht ohne wei­te­res durch die Mehr­heit beschlos­sen wer­den kön­nen, son­dern dass es hier­zu einer im vor­aus ver­ein­bar­ten Gren­ze bedarf.

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Rück­ab­wick­lung einer stil­len Gesell­schaft

Auf die stil­le Gesell­schaft sind die Grund­sät­ze der feh­ler­haf­ten Gesell­schaft anwend­bar. Die­se Grund­sät­ze ste­hen einem Anspruch auf Rück­ge­währ der Ein­la­ge aber nicht ent­ge­gen, wenn der Ver­trags­part­ner des stil­len Gesell­schaf­ters ver­pflich­tet ist, die­sen im Wege des Scha­dens­er­sat­zes so zu stel­len, als hät­te er den Gesell­schafts­ver­trag nicht geschlos­sen und sei­ne Ein­la­ge nicht

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Scha­dens­er­satz und Steu­er­vor­tei­le

Zur Fra­ge der Anrech­nung steu­er­li­cher Vor­tei­le auf einen gegen den Ver­mitt­ler der Betei­li­gung an einem Immo­bi­li­en­fonds als Kom­man­di­tist gerich­te­ten Scha­dens­er­satz­an­spruch – auf Erstat­tung der gezahl­ten Ein­la­ge, Zug um Zug ge-gen Abtre­tung der Betei­li­gung -, wenn die Kom­man­dit­ge­sell­schaft nicht die Erzie­lung von Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb, son­dern von Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und

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Ände­run­gen bei der Ries­ter­ren­te

Der 1. Janu­ar 2006 mar­kiert den Beginn der drit­ten Stu­fe der "Ries­­ter-Tre­p­­pe". Die staat­li­chen Zula­gen und der Son­der­aus­ga­ben­höchst­be­trag wer­den wei­ter erhöht. Die Grund­zu­la­ge steigt von 76 auf 114 Euro und die Kin­der­zu­la­ge von 92 auf 138 Euro pro Kind. Son­der­aus­ga­ben kön­nen bis zu einem Höchst­be­trag von 1.575 Euro gel­tend gemacht

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Offen­le­gung von Vor­stands­ge­häl­tern

Mit dem "Gesetz über die Offen­le­gung der Vor­stands­ver­gü­tun­gen" soll Trans­pa­renz in die Ver­gü­tung der Vor­stän­de von Akti­en­ge­sell­schaf­ten gebracht und sol­len die Kon­troll­rech­te der Aktio­nä­re gestärkt wer­den. Das Gesetz sieht vor, dass bei bör­sen­no­tier­ten Akti­en­ge­sell­schaf­ten künf­tig für jedes ein­zel­ne Vor­stands­mit­glied die gesam­ten Bezü­ge unter Namens­nen­nung anzu­ge­ben sind. Dabei reicht die Gesamt­sum­me

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Über­zo­ge­ne Gebüh­ren bei Opti­ons­ge­schäf­ten

Wenn eine Wert­pa­pier­han­dels­bank Opti­ons­ge­schäf­te ver­mit­telt, bei denen hohe Auf­schlä­ge auf die Bör­sen­prei­se eine rea­lis­ti­sche Gewinn­chan­ce des Anle­gers von vorn­her­ein aus­schlie­ßen, unter­liegt sie wie die außer­halb des Bank­ge­wer­bes ste­hen­den gewerb­li­chen Ver­mitt­ler sol­cher Geschäf­te einer gestei­ger­ten schrift­li­chen Auf­klä­rungs­pflicht.

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Über­nah­me­richt­li­nie – Umset­zungs­ge­setz

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat einen Gesetz­ent­wurf zur Umset­zung der EU-Über­­­nah­­me­­rich­t­­li­­nie vor­ge­legt. Die­ser Ent­wurf soll deut­sche Unter­neh­men vor Über­nah­men durch aus­län­di­sche Gesell­schaf­ten schüt­zen. Wesent­li­che Rege­lun­gen der EU-Über­­­nah­­me­­rich­t­­li­­nie sind in Deutsch­land bereits am 1. Janu­ar 2002 mit dem Wer­t­pa­pie­­rer­werbs- und Über­nah­me­ge­setz in Kraft getre­ten. Die noch umzu­set­zen­den Rege­lun­gen betref­fen vor allem die Mög­lich­keit

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Geneh­mig­tes Kapi­tal und Aktio­närs­in­for­ma­ti­on

Im Rah­men des geneh­mig­ten Kapi­tals ist der Vor­stand nicht ver­pflich­tet, vor Aus­übung der Ermäch­ti­gung zur Kapi­tal­erhö­hung und zum Bezugs­rechts­aus­schluss die Aktio­nä­re (schrift­lich) über den Bezugs­rechts­aus­schluss und des­sen Grün­de zu unter­rich­ten; viel­mehr ist er ledig­lich gehal­ten, nach Inan­spruch­nah­me der Ermäch­ti­gung über die Ein­zel­hei­ten sei­nes Vor­ge­hens auf der nächs­ten ordent­li­chen Haupt­ver­samm­lung der

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Rück­for­de­rung in Schenk­krei­sen

War der Zweck einer Leis­tung in der Art bestimmt, dass der Emp­fän­ger durch die Annah­me gegen ein gesetz­li­ches Ver­bot oder gegen die guten Sit­ten ver­sto­ßen hat, so ist der Emp­fän­ger zur Her­aus­ga­be ver­pflich­tet. Aller­dings sieht das Gesetz eine Aus­nah­me vor: Die Rück­for­de­rung ist aus­ge­schlos­sen, wenn dem Leis­ten­den gleich­falls ein sol­cher

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Aktio­närs­fo­rum

Heu­te tritt die Aktio­närs­fo­rums­ver­ord­nung (Akt­FoV) in Kraft. Nun­mehr kön­nen Aktio­nä­re im Inter­net unter der Adres­se www.aktionaersforum.de zu einem gemein­sa­men akti­en­recht­li­chen Antrag oder zur Aus­übung des Stimm­rechts in einer Haupt­ver­samm­lung auf­ru­fen.

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BFI-Bank

Einer von der Insol­venz der BFI-Bank geschä­dig­ten Anle­ge­rin hat jetzt das Thü­rin­ger Ober­lan­des­ge­richt in Jena Scha­dens­er­satz gegen den Bera­ter zuge­spro­chen, der ihr zu der Geld­an­la­ge bei der BFI-Bank gera­ten hat­te.

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Rück­kauf­wert einer Lebens­ver­si­che­rung

Der Ver­si­che­rungs­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf hat heu­te in dem Mus­ter­ver­fah­ren eines Ver­brau­cher­ver­ban­des eine wich­ti­ge, ver­brau­cher­freund­li­che Ent­schei­dung zur Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung getrof­fen. Sie betrifft die Berech­nung des Rück­kauf­wer­tes bestehen­der Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­run­gen.

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Herold-Kun­den

Der Ver­si­che­rungs­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf hat auch in zwei­ter Instanz die Kla­ge eines Ver­si­che­rungs­neh­mers abge­wie­sen, der sich durch die Ver­äu­ße­rung von Gesell­schafts­an­tei­len an der Hol­ding sei­nes Ver­trags­part­ners benach­tei­ligt sah.

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Kapi­tal­an­le­ger-Mus­ter­ver­fah­ren

Am 1. Novem­ber tritt das Gesetz über das Kapi­­tal­an­­le­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren (Kap­MuG) in Kraft. Mit die­sem Gesetz wer­den jetzt erst­mals "Sam­mel­kla­gen" mög­lich. Ein Mus­ter­ver­fah­ren kann von jedem Klä­ger bean­tragt wer­den, der Scha­den­er­satz wegen fal­scher Kapi­­tal­­markt-Infor­­ma­­ti­o­­nen bean­sprucht.

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Rück­zah­lung einer Vor­kriegs­an­lei­he

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te auf eine Kla­ge auf Rück­zah­lung einer 1925 emit­tier­ten Teil­schuld­ver­schrei­bung der dama­li­gen Stadt Dres­den nebst Zins­cou­pons ent­schie­den, dass der­ar­ti­ge Rück­zah­lungs­an­sprü­che eben­so wie Ansprü­che auf Zins­zah­lung aus die­ser Anlei­he zwi­schen­zeit­lich durch Ablauf sämt­li­cher Aus­schluß­fris­ten erlo­schen sind.

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Unwirk­sa­me AGB bei Lebens­ver­si­che­run­gen

Bereits im Mai 2001 erklär­te der Bun­des­ge­richts­hofs in zwei Urtei­len Klau­seln in All­ge­mei­nen Bedin­gun­gen für die kapi­tal­bil­den­de Lebens­ver­si­che­rung wegen Ver­sto­ßes gegen das Trans­pa­renz­ge­bot für unwirk­sam. Nun ereil­te das glei­che Urteil auch die dar­auf­hin von den Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten geän­der­ten All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­dinun­gen. Die­se erklär­te der BGH in drei heu­te ver­öf­fent­lich­ten Urtei­len eben­falls in

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Sit­ten­wid­rig­keit von Kapi­tal­an­la­gen

Ein Rechts­ge­schäft ist sit­ten­wid­rig, wenn zwi­schen Leis­tung und Gegen­leis­tung ein beson­ders gro­bes Miß­ver­hält­nis besteht, etwa wenn bei einer Kapi­tal­an­la­ge – wie im jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall – der Wert der Leis­tung etwa dop­pelt so hoch ist wie der Wert der Gegen­leis­tung.

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Aktio­närs-Rechts­schutz

Der II. Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat­te über die Revi­sio­nen einer Min­der­heits­ak­tio­nä­rin in zwei Kla­ge­ver­fah­ren gegen die Com­merz­bank im Zusam­men­hang mit der Aus­übung des geneh­mig­ten Kapi­tals durch deren Vor­stand zu ent­schei­den. Er hat dabei ent­schie­den, dass der Vor­stand im Rah­men des geneh­mig­ten Kapi­tals (§§ 202 ff. AktG) nicht ver­pflich­tet ist, vor

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