Prvo­sio­nen bei einem Medi­en­fonds 2001

Ein Kre­dit­in­sti­tut, das einen Kun­den über eine Kom­man­dit­be­tei­li­gung an einem Medi­en­fonds berät, muss den Kun­den über den Erhalt von Pro­vi­sio­nen, die einen Inter­es­sen­kon­flikt bei der Anla­ge­be­ra­tung begrün­den kön­nen, auch dann auf­klä­ren, wenn die Pro­vi­sio­nen einen Wert von 15 % des Anla­ge­ka­pi­tals unter­schrei­ten 1.

Prvo­sio­nen bei einem Medi­en­fonds 2001

Ein unver­meid­ba­rer Rechts­irr­tum des Kre­dit­in­sti­tuts über die­se Auf­klä­rungs­pflicht im Jahr 2001 kommt nur in Betracht, wenn das Kre­dit­in­sti­tut in tat­säch­li­cher Hin­sicht dar­legt, dass es die Rechts­la­ge gründ­lich geprüft hat, gege­be­nen­falls erfor­der­li­chen Rechts­rat ein­ge­holt und die ein­schlä­gi­ge höchst rich­ter­li­che Recht­spre­chung sorg­fäl­tig beach­tet hat.

Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main, Urteil vom 20. Okto­ber 2009 – 14 U 98/​08

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 20.01.2009 – XI ZR 510/​07[]