Regulierungsbemühungen der Regierung und die Rechte der Anleger

Kaum ein Markt ist undurchsichtiger als der Finanzmarkt. Verträge sind umfangreich und es ist bei der Art der Verträge nahezu grenzenlose Kreativität vorhanden. Oft sind aber nicht nur die Verträge kreativ, die hier abgeschlossen werden, auch die Auslegung der abgeschlossenen Verträge ist nicht immer so dem Vertragstext entsprechend, wie es sich manch einer wünschen würde. Das hat zu mehreren Börsencrashs geführt, die dann die ganze Wirtschaft schädigen und viele Milliarden Verluste in den Volkswirtschaften hervorrufen. Ganz egal, ob man also bei Online-Plattformen wie Swissquote Erfahrungen im Wertpapierhandel sammelt oder ob man über seine Bank Geld investiert, für alle gelten gewisse Regeln, die ein Chaos am Finanzmarkt verhindern sollen.

Regulierungsbemühungen der Regierung und die Rechte der Anleger

Die BaFin

Der Name BaFin ist sicher den meisten aus dem Skandal um Bundeskanzler Olaf Scholz bekannt. Er soll als Finanzminister nicht sehr wirksam an der Aufklärung der Betrügereien von Wirecard mitgewirkt haben. Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, er hätte seine schützende Hand über das Unternehmen gehalten. So eine Vetternwirtschaft ist in der deutschen Politik nichts Neues und so eine Form der etwas ineffizienten Kontrolle untergräbt gerade die Hauptaufgabe der BaFin.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht soll nämlich gerade verhindern, dass auf dem Finanzmarkt Produkte angeboten werden, die durch gefälschte Bilanzen und andere Daten den Kunden übervorteilen. Bei einem Broker Vergleich lohnt sich also ein Blick auf die Webseite der BaFin.

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Auf Ihrer Webseite verlautbart die BaFin dazu ihre Aufgabe ist:

  • Verbraucher über Finanzdienstleistungen zu unterrichten und sie so vor Betrug zu schützen
  • Die Finanzdienstleister zu überwachen
  • Eventuelle Gefahren vorherzusehen
  • Für Zusammenarbeit aller am Markt Beteiligten zu sorgen

Die Rechte der BaFin

Dabei ist es wohl am wichtigsten, dass die BaFin Einblick in die Papiere der Finanzdienstleister erlangt. Die drei anderen Punkte basieren auf der Arbeit anderer Marktteilnehmer und sind nur teilweise unter der Kontrolle der BaFin. Dabei schreibt die BaFin:” Die BaFin nutzt ihre aufsichtsrechtlichen Instrumente konsequent, innovativ und mutig, um Sachverhalte zu ermitteln und festgestellte Missstände abzustellen.” Die Nutzung des Wortes mutig in einer Veröffentlichung dieser Art ist recht erhellend. So oder so hat die BaFin aber das Recht bei einer Revision die Vorgänge bei Banken und Wertpapierhändlern zu überprüfen. Die Frage ist natürlich immer, wie groß die Motivation ist, ein Institut zu belangen, das einem ein paar Jahre später eine lukrative Stelle anbieten kann.

Beschwerde bei der BaFin

Wenn Sie als Anleger erfahren haben, dass bei einem Finanzdienstleister etwas nicht ordentlich vor sich geht oder wenn Sie glauben, Opfer eines Betruges zu sein, dann können Sie dazu eine beschwe4rfee bei der BaFin abgeben. Sie können auch einen Streit mit Ihrem Finanzdienstleister von der BaFin schlichten lassen.

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Rechte von Aktienanlegern generell

Sollten Sie Anteile an einem Unternehmen erworben haben, dann haben Sie bei normalen Aktien eine Reihe von Rechten:

  • Teilnahme an der Hauptversammlung, Stimmrecht und Rederecht
  • Damit auch ein Mitbestimmungsrecht bei der Entlastung des Vorstandes
  • Anteil an eventuellen Gewinnen und am Erlös im Falle des Verkaufs des Unternehmens
  • Ein Recht auf Auskunft

Wer in einen Fonds investiert, der hat deutlich weniger Rechte. Hier verlässt man sich sehr auf die Verwalter der Fonds und das ist ja auch der Sinn eines Investmentfonds: Die Feinheiten des Handels werden von einem Experten übernommen.

Gibt es wirklich einen Willen zu einer Überwachung der Finanzmärkte?

Nach jeder Krise werden neue Regulierungen aufgesetzt und jeder große Betrug sorgt für scheinbare Bemühungen, die Rechte der Kleinanleger zu schützen. Wenn man aber schaut, wer die Produkte an der Börse handelt und wer das ganze überwacht, dann fällt schnell auf, dass es sich hier oft um die gleichen Personen handelt. Oft sind Regulator und Händler verwandt oder waren in der gleichen Hochschule. Es wird der Bock zum Gärtner gemacht und in der Regel kommt nur dann ein Betrug heraus, wenn die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in großem Maße geweckt wurde. Da allerdings Journalisten ebenfalls abhängig von Geldgebern aus der Industrie sind, ist es nicht selten, dass die Motivation der Journalisten Fehlverhalten aufzudecken, recht gering ist. Diese Situation ist allerdings nicht in Stein gemeißelt und ständig fluktuierend. Es kann sich also in wenigen Jahren alles zum Besseren wenden, wenn nur die Teilnehmer am Handel wachsam sind und auf ihre Rechte pochen. Wie so vieles im Leben gilt auch bei der Regulierung und Überwachung der Finanzmärkte, es ist das, was man daraus macht.

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