REITs

Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf eines Geset­zes zur Schaf­fung deut­scher Immo­bi­li­en-Akti­en­ge­sell­schaf­ten mit bör­sen­no­tier­ten Antei­len ver­ab­schie­det. Hier­mit sol­len Real Esta­te Invest­ment Trusts (REITs) in Deutsch­land ein­ge­führt und bör­sen­no­tier­tes Immo­bi­li­en­an­la­ge­pro­dukt geschaf­fen wer­den.

REITs

Das Gesetz ent­hält im Wesent­li­chen fol­gen­de Ele­men­te:

  • Der deut­sche REIT ist als in Deutsch­land ansäs­si­ge Akti­en­ge­sell­schaft ("REIT-AG") aus­ge­stal­tet, die zwin­gend an der Bör­se notiert sein muss. Der Streu­be­sitz soll durch eine dau­er­haf­te Quo­te von 15 % gesi­chert wer­den. So wer­den deut­sche REITs einem brei­ten Anle­ger­kreis zugäng­lich gemacht ("Min­dest­streu­be­sitz").
  • Die REIT-AG ist von der Kör­per­schaft- und Gewer­be­steu­er befreit, vor­aus­ge­setzt der REIT beschränkt sich auf sei­ne Haupt­tä­tig­keit (Erwerb, Bewirt­schaf­tung und Ver­kauf von Immo­bi­li­en). Die Besteue­rung der Erträ­ge des REIT erfolgt nach Aus­schüt­tung direkt beim Anle­ger als Divi­den­de. Das Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren gilt nicht.
  • An einer REIT-AG darf sich jeder Aktio­när nur mit weni­ger als 10 % direkt betei­li­gen ("Höchst­be­tei­li­gungs­klau­sel"). Die­se Klau­sel passt zum Cha­rak­ter der REITs-Akti­en­ge­sell­schaft als einer Kapi­tal­ge­sell­schaft mit brei­tem Anle­ger­kreis, sichert ande­rer­seits die nach den Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men höchst­mög­li­che Quel­len­be­steue­rung aus­län­di­scher Anteils­eig­ner und ver­mei­det nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Steu­er­auf­kom­men. Inves­to­ren kön­nen jedoch mit­tel­bar mehr als 10 % an einem REIT hal­ten.
  • Es ist eine so genann­te Exit Tax (steu­er­li­che Begüns­ti­gung der Auf­de­ckung stil­ler Reser­ven) vor­ge­se­hen: Durch einen nur hälf­ti­gen Wert­an­satz für einen Zeit­raum von drei Jah­ren soll sowohl die Ein­füh­rung von REITs geför­dert als auch der Immo­bi­li­en­markt mobi­li­siert wer­den.

Aus Grün­den des Mie­ter­schut­zes sowie der Gewähr­leis­tung einer sozia­len Stadt­ent­wick­lung wer­den vor dem 1. Janu­ar 2007 erbau­te Bestands­wohn­im­mo­bi­li­en aus­drück­lich aus dem Anwen­dungs­be­reich aus­ge­klam­mert. Unter Miet­wohn­im­mo­bi­li­en sind sol­che Immo­bi­li­en zu ver­ste­hen, deren Nutz­flä­che über­wie­gend, also zu mehr als 50%, Wohn­zwe­cken dient.