Rück­ab­wick­lung einer Fonds­be­tei­li­gung

Den Anle­ger trifft unter dem Gesichts­punkt der Scha­dens­min­de­rung kei­ne Ver­pflich­tung, den Emis­si­ons­pro­spekt nach Zeich­nung der Kapi­tal­an­la­ge auf Wider­sprü­che zu den Anga­ben des Anla­ge­be­ra­ters zu unter­su­chen und sei­ne auf den Fonds­bei­tritt gerich­te­te Wil­lens­er­klä­rung inner­halb der Wider­rufs­frist zu wider­ru­fen. Er darf viel­mehr dar­auf ver­trau­en, vom dem Bera­ter zutref­fend infor­miert wor­den zu sein.

Rück­ab­wick­lung einer Fonds­be­tei­li­gung

Vom Anle­ger nicht beein­fluss­ba­re Schwie­rig­kei­ten bei der Rück­ab­wick­lung der Fonds­be­tei­li­gung fal­len in den Risi­ko­be­reich der zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­te­ten Bank. Dies gilt nament­lich, wenn die Über­tra­gung der Gesell­schafts­an­tei­le von der Zustim­mung Drit­ter abhän­gig ist.

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 21. Okto­ber 2009 – 3 U 94/​09