Rück­ab­wick­lung finan­zier­ter Kapi­tal­an­la­ge­ge­schäf­te – und der Streit­wert

In Fäl­len finan­zier­ter Kapi­tal­an­la­ge­ge­schäf­te, in denen der Klä­ger begehrt, so gestellt zu wer­den, als hät­te er das Finan­zie­rungs­ge­schäft nicht getä­tigt, bemisst sich der Gesamt­streit­wert nach der Höhe des Net­to­dar­le­hens­be­tra­ges [1].

Rück­ab­wick­lung finan­zier­ter Kapi­tal­an­la­ge­ge­schäf­te – und der Streit­wert

Hin­zu kommt der aus Eigen­mit­teln auf­ge­brach­te Betrag, der eine wei­ter­ge­hen­de Scha­dens­po­si­ti­on betrifft.

Ein höhe­rer bezif­fer­ter Zah­lungs­an­trag recht­fer­tigt kei­ne höhe­re Wert­fest­set­zung, wenn damit in ganz erheb­li­chem Umfang Zins­leis­tun­gen zurück­ge­for­dert wer­den, die als Neben­for­de­rung zu der noch im Streit ste­hen­den Dar­le­hens­for­de­rung gemäß § 4 Abs. 1 Halbs. 2 ZPO, § 43 Abs. 1 GKG bei der Wert­fest­set­zung unbe­rück­sich­tigt blei­ben [2].

Dem Antrag auf Frei­ga­be der abge­tre­te­nen Sicher­hei­ten kommt kein eigen­stän­di­ger wirt­schaft­li­cher Wert zu [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Mai 2015 – XI ZR 335/​13

  1. BGH, Beschlüs­se vom 29.09.2009 – XI ZR 498/​07; vom 10.03.2015 – XI ZR 121/​14; und vom 07.04.2015 – XI ZR 121/​14[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 07.04.2015 – XI ZR 121/​14[]
  3. BGH, Beschluss vom 23.02.2010 – XI ZR 219/​09[]