Scha­dens­er­satz für Anle­ger – und die mut­maß­lich gezo­ge­nen Nut­zun­gen auf Aus­schüt­tun­gen

Wie der Bun­des­ge­richts­hof zuletzt mit Beschlüs­sen vom 20.02.2018 1; und vom 24.04.2018 2 näher dar­ge­legt hat, steht dem Anle­ger kein Anspruch auf Her­aus­ga­be mut­maß­lich gezo­ge­ner Nut­zun­gen auf Aus­schüt­tun­gen zu, die die finan­zie­ren­de Bank direkt von der Fonds­ge­sell­schaft ver­ein­nahmt hat. Gesichts­punk­te, die dem Bun­des­ge­richts­hof Anlass geben könn­ten, von der gefes­tig­ten höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung abzu­ge­hen, sind für ihn nicht ersicht­lich.

Scha­dens­er­satz für Anle­ger – und die mut­maß­lich gezo­ge­nen Nut­zun­gen auf Aus­schüt­tun­gen

Soweit dar­auf ver­wie­sen wird, der Anle­ger habe die eigen­fi­nan­zier­te Ein­la­ge in das Fonds­ver­mö­gen auf­grund sei­ner Betei­li­gung jah­re­lang "nicht (ander­wei­tig) zins­brin­gend (gewinn­brin­gend) […] anle­gen kön­nen", ist dies unbe­scha­det der Fra­ge, ob der Anle­ger mit die­sem Vor­brin­gen in der Revi­si­ons­in­stanz gehört wer­den könn­te, kein Aspekt, der im Rah­men des Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis­ses von Bedeu­tung sein könn­te 3.

Ins­be­son­de­re kön­nen dem Anle­ger nicht Nut­zun­gen aus Aus­schüt­tun­gen zuer­kannt wer­den, um ihm pau­schal einen angeb­lich ent­gan­ge­nen Gewinn auf die eigen­fi­nan­zier­te Ein­la­ge zu ver­gü­ten. Dafür bie­tet § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12.06.2014 gel­ten­den Fas­sung in Ver­bin­dung mit §§ 346 ff. BGB kei­ne Grund­la­ge.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Mai 2019 – XI ZR 23/​18

  1. BGH, Beschluss vom 20.02.2018 – XI ZR 385/​16, BKR 2018, 425 Rn. 4 ff. mwN[]
  2. BGH, Beschluss vom 24.04.2018 – XI ZR 385/​16[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2016 – XI ZR 254/​15, BGHZ 211, 189 Rn. 27[]