Ver­brau­cher­dar­le­hen – und die Beleh­rung über das Wider­rufs­recht

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­un­klar­te die Bank durch den Zusatz "Ver­pflich­tung zur Zah­lung von Zin­sen und Ent­gel­ten bei Ver­trags­aus­füh­rung vor Ablauf der Wider­rufs­frist" die erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung.

Ver­brau­cher­dar­le­hen – und die Beleh­rung über das Wider­rufs­recht

Dies gilt zumin­dest für den in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall maß­geb­li­chen Rechts­stand von § 495 Abs. 1 BGB in Ver­bin­dung mit § 355 Abs. 1 und 2 BGB in der hier nach Art. 229 § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 22 Abs. 2, §§ 32, 38 Abs. 1 Satz 1 EGBGB maß­geb­li­chen, zwi­schen dem 1.08.2002 und dem 10.06.2010 gel­ten­den Fas­sung, § 312d Abs. 5 Satz 2, Abs. 2, § 312c BGB in der vom 08.12 2004 bis zum 10.06.2010 gel­ten­den Fas­sung und die auf die­ser Grund­la­ge erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung [1].

Die übri­ge Infor­ma­ti­ons- und Ver­trags­ge­stal­tung der Bank führt ent­ge­gen der Rechts­mei­nung des Ober­lan­des­ge­richts Mün­chen [2] zu kei­nem ande­ren Ergeb­nis [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Febru­ar 2020 – XI ZR 378/​18

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 24.01.2017 – XI ZR 183/​15, WM 2017, 766 Rn. 31; vom 03.07.2018 – XI ZR 520/​16, WM 2018, 1596 Rn. 11 ff., 17; und – XI ZR 572/​16, WM 2018, 1599 Rn. 15; sowie vom 09.04.2019 – XI ZR 119/​18 10; BGH, Beschluss vom 28.11.2017 – XI ZR 167/​16[]
  2. OLG Mün­chen, Urteil vom 20.06.2018 – 27 U 3842/​17[]
  3. BGH, Urtei­le vom 21.02.2017 – XI ZR 381/​16, WM 2017, 806 Rn. 13 ff., 17; vom 21.11.2017 – XI ZR 106/​16, WM 2018, 51 Rn. 14; vom 03.07.2018 – XI ZR 520/​16, aaO, Rn. 21; und vom 09.04.2019, aaO, Rn. 11[]