Ver­ga­be von Bank­kre­di­ten in einen ande­ren EU-Staat

Die Ver­ga­be von Bank­kre­di­ten ist eine Dienst­leis­tung im Sin­ne des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO. Der Ver­brau­cher­ge­richts­stand nach Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) EuGV­VO ist nicht eröff­net bei einer Dar­lehns­ge­wäh­rung einer deut­schen Bank an einen fran­zö­si­schen Rechts­an­walt, die zum Zwe­cke der Betei­li­gung an einer deut­schen GbR erfolgt.

Ver­ga­be von Bank­kre­di­ten in einen ande­ren EU-Staat

Inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit deut­scher Gerich­te

Die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit rich­tet sich in die­sem Fall nach der Ver­ord­nung (EG) Nr. 44/​2001 des Rates vom 22.12.2000 über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen (EuGV­VO) 1, da die Kla­ge nach deren Inkraft­tre­ten am 1. März 2002 erho­ben wor­den (Art. 76, 66 EuGV­VO) und der sach­li­che und räum­li­che Gel­tungs­be­reich der Ver­ord­nung (Art. 1 Abs. 1 und 3 EuGV­VO) im Ver­hält­nis der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zu Frank­reich als Mit­glied­staa­ten eröff­net ist.

Sach­li­che und ört­li­che Zustän­dig­keit

Nach Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO kann eine Per­son, die ihren Wohn­sitz im Hoheits­ge­biet eines Mit­glied­staa­tes hat, wenn Ansprü­che aus einem Ver­trag den Gegen­stand des Ver­fah­rens bil­den, in einem ande­ren Mit­glied­staat vor dem Gericht des Ortes ver­klagt wer­den, an dem die Ver­pflich­tung erfüllt wor­den ist oder zu erfül­len wäre; im Sin­ne die­ser Vor­schrift ist, soweit nichts ande­res ver­ein­bart wor­den ist, der Erfül­lungs­ort der Ver­pflich­tung für die Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen der Ort in einem Mit­glied­staat, an dem sie nach dem Ver­trag erbracht wor­den sind oder hät­ten erbracht wer­den müs­sen.

Die Dar­le­hens­ge­wäh­rung der kla­gen­den Bank an den Beklag­ten ist eine Dienst­leis­tung im Sin­ne des gemein­schafts­recht­lich auto­nom aus­zu­le­gen­den 2Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO.

Die Ein­ord­nung von Bank­kre­dit­ver­trä­gen als Dienst­leis­tun­gen im Sin­ne des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO war in der Ver­gan­gen­heit nicht unum­strit­ten, wird in der Instanz­recht­spre­chung und der Lite­ra­tur aber, anders als zur frü­he­ren Rege­lung des Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ, inzwi­schen nahe­zu ein­hel­lig bejaht 3.

Dies wird zu Recht ins­be­son­de­re aus der Rege­lung des Art. 63 Abs. 3 EuGV­VO gefol­gert, die mit Blick auf die soge­nann­te Luxem­burg-Klau­sel in Art. 63 Abs. 1 EuGV­VO eine Aus­nah­me von der Unan­wend­bar­keit des Art. 5 Nr. 1 EuGV­VO für Dienst­leis­tun­gen sta­tu­iert. Art. 63 Abs. 1 EuGV­VO bestimmt, dass eine Per­son, die ihren Wohn­sitz im Hoheits­ge­biet Luxem­burgs hat und vor dem Gericht eines ande­ren Mit­glied­staats auf­grund des Art. 5 Nr. 1 EuGV­VO ver­klagt wird, die Unzu­stän­dig­keit des ange­ru­fe­nen Gerichts gel­tend machen kann, wenn sich der Bestim­mungs­ort der Dienst­leis­tung in Luxem­burg befin­det. Art. 63 Abs. 3 EuGV­VO nimmt hier­von Ver­trä­ge über Finanz­dienst­leis­tun­gen, wie sie mit der Gewäh­rung von Bank­kre­di­ten vor­lie­gend in Rede ste­hen, aus­drück­lich aus. Dar­an wird deut­lich, dass es sich bei sol­chen Ver­trä­gen nach der Ver­ord­nungs­sys­te­ma­tik an sich um Schuld­ver­hält­nis­se über die Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen im Sin­ne des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO han­delt, da die Aus­nah­me­re­ge­lung andern­falls ohne sinn­vol­len Rege­lungs­ge­halt wäre.

Für die­se Auf­fas­sung spricht fer­ner, dass für die Bestim­mung des ver­ord­nungs­recht­li­chen Begriffs der Dienst­leis­tung die ent­spre­chen­den Begriff­lich­kei­ten aus den Kol­li­si­ons­nor­men der Art. 4 Abs. 1 Buchst. b) und Art. 6 Abs. 4 Buchst. a) Rom I‑VO ergän­zend her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on sind zwar die beson­de­ren Zustän­dig­keits­vor­schrif­ten im Anwen­dungs­be­reich des Art. 5 Nr. 1 EuGV­VO, die Aus­nah­men vom all­ge­mei­nen Grund­satz der Zustän­dig­keit der Gerich­te des Wohn­sit­zes des Beklag­ten vor­se­hen (Art. 2 Abs. 1 EuGV­VO), nicht aus­ufernd und ins­be­son­de­re nicht unter Rück­griff auf den – im Inter­es­se der Her­stel­lung eines euro­päi­schen Bin­nen­mark­tes – sehr weit zu ver­ste­hen­den Dienst­leis­tungs­be­griff des Art. 57 AEUV aus­zu­le­gen 4. Dem­ge­gen­über kann aber auf die kol­li­si­ons­recht­li­chen Rege­lun­gen der Rom I‑VO für die Bestim­mung des Anwen­dungs­be­reichs der in der EuGV­VO gere­gel­ten Gerichts­zu­stän­dig­kei­ten zurück­ge­grif­fen wer­den, denn nach Erwä­gungs­grund 7 der Rom I‑VO sol­len deren Bestim­mun­gen mit der EuGV­VO all­ge­mein in Ein­klang ste­hen. Gemäß Erwä­gungs­grund 17 soll ins­be­son­de­re der Begriff "Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen" wie bei Anwen­dung von Art. 5 Nr. 1 EuGV­VO aus­ge­legt wer­den 5; sie­he bereits BGH, Urteil vom 26.10.1993 – XI ZR 42/​93, BGHZ 123, 380, 384 f. zum Ver­hält­nis von Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ und Art. 29 Abs. 1 EGBGB aF)).

Der kol­li­si­ons­recht­li­che Dienst­leis­tungs­be­griff in Art. 4 Abs. 1 Buchst. b) und Art. 6 Abs. 4 Buchst. a) Rom I‑VO ist grund­sätz­lich nicht eng zu ver­ste­hen 6 und schließt daher nach rich­ti­gem Ver­ständ­nis jeden­falls Finanz­dienst­leis­tun­gen wie die Ver­ga­be von Bank­kre­di­ten ein 7; im Ergeb­nis eben­so Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 5 Rn. 43 f.; Rauscher/​Leible, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess- und Kol­li­si­ons­recht, Bearb.2011, Art. 5 Brüs­sel I‑VO Rn. 49 ff.)). Im Ein­klang damit defi­niert auch die Richt­li­nie 2002/​65/​EG über den Fern­ab­satz von Finanz­dienst­leis­tun­gen 8 in Art. 2 Buchst. b) den Begriff der Finanz­dienst­leis­tung nun­mehr als "jede Bank­dienst­leis­tung sowie jede Dienst­leis­tung im Zusam­men­hang mit einer Kre­dit­ge­wäh­rung …" (vgl. § 312b Abs. 1 Satz 1 BGB: "Fern­ab­satz­ver­trä­ge sind Ver­trä­ge über die Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen, ein­schließ­lich Finanz­dienst­leis­tun­gen, …"). Dies spricht im Inter­es­se einer inso­weit ein­heit­li­chen Rechts­an­wen­dung eben­falls dafür, die Ver­ga­be von Bank­kre­di­ten als Erbrin­gung einer Dienst­leis­tung im Sin­ne des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO auf­zu­fas­sen und dar­un­ter nicht etwa nur – wie die Revi­si­on meint – die im deut­schen Recht als "Dienst­ver­trä­ge" bezeich­ne­ten Schuld­ver­hält­nis­se (§§ 611 ff. BGB) zu sub­su­mie­ren 9.

Soweit der Bun­des­ge­richts­hof in Über­ein­stim­mung mit der frü­her herr­schen­den Mei­nung zu Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ den kol­li­si­ons­recht­li­chen Dienst­leis­tungs­be­griff des Art. 29 Abs. 1 EGBGB aF 10 nicht auf (Verbraucher-)Kreditverträge ange­wen­det hat 11, kommt die­se Sicht­wei­se aus den dar­ge­leg­ten Grün­den – ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­on – für den neu­ge­re­gel­ten Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO nicht in Betracht.

Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO bestimmt nicht nur den inter­na­tio­na­len Gerichts­stand für Kla­gen auf Gel­tend­ma­chung der vom Dienst­leis­ter zu erbrin­gen­den Leis­tung, hier also der Dar­le­hens­ge­wäh­rung. Viel­mehr gilt der für die Dienst­leis­tung zu ermit­teln­de Erfül­lungs­ort glei­cher­ma­ßen für die in der Regel auf Geld gerich­te­te – und von der Klä­ge­rin hier gel­tend gemach­te – Leis­tung des Ver­trags­part­ners.

Art. 5 Nr. 1 EuGV­VO knüpft in Buchst. b), anders als in Buchst. a), nicht an den mate­ri­ell­recht­li­chen Erfül­lungs­ort der jeweils strei­ti­gen Ver­pflich­tung an, son­dern ins­ge­samt an den nach fak­ti­schen Kri­te­ri­en zu bestim­men­den Erfül­lungs­ort der ver­trags­cha­rak­te­ris­ti­schen Leis­tung. Das ergibt sich, wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits ent­schie­den hat, aus der Ent­ste­hungs­ge­schich­te und dem Zweck der Vor­schrift, einen ein­heit­li­chen Gerichts­stand für sämt­li­che Kla­gen aus dem Dienst­leis­tungs­ver­trag zu schaf­fen 12.

Der Ort der ver­trags­cha­rak­te­ris­ti­schen Leis­tung im Sin­ne des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO liegt für den streit­ge­gen­ständ­li­chen Dar­le­hens­ver­trag in M. , denn nach den unan­ge­grif­fe­nen Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts hat die Klä­ge­rin als die zur Dienst­leis­tung ver­pflich­te­te Par­tei die cha­rak­te­ris­ti­sche Leis­tung der Kre­dit­hin­ga­be 13 aus­schließ­lich dort erbracht.

Die Aus­le­gung des Begriffs der "Dienst­leis­tung" in Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) 2. Spie­gel­strich EuGV­VO erfor­dert kei­ne Vor­la­ge an den EuGH zur Vor­ab­ent­schei­dung. Dies folgt bereits dar­aus, dass die rich­ti­ge Aus­le­gung des Dienst­leis­tungs­be­griffs im Sin­ne der EuGV­VO aus den genann­ten Grün­den hier der­art offen­kun­dig ist, dass für ver­nünf­ti­ge Zwei­fel kein Raum bleibt 14.

Die Anwend­bar­keit des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b) EuGV­VO ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­on nicht wegen des Vor­lie­gens einer Ver­brau­cher­sa­che im Sin­ne des Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) EuGV­VO – und eines dadurch begrün­de­ten aus­schließ­li­chen Gerichts­stands am Wohn­sitz des Beklag­ten (Art. 2 Abs. 1, Art. 16 Abs. 2 EuGV­VO) – aus­ge­schlos­sen.

Der Ver­brau­cher­be­griff des Art. 15 Abs. 1 EuGV­VO ist nach der Recht­spre­chung des EuGH unter Beach­tung der Sys­te­ma­tik und der mit dem Über­ein­kom­men ver­folg­ten Zie­le ver­ord­nungs­au­to­nom aus­zu­le­gen 15. Die Vor­schrift erfasst danach alle Ver­trä­ge, die eine Ein­zel­per­son zur Deckung ihres Eigen­be­darfs beim pri­va­ten Ver­brauch schließt und die nicht in Bezug zu einer gegen­wär­ti­gen oder zukünf­ti­gen beruf­li­chen oder gewerb­li­chen Tätig­keit ste­hen. Wegen der in Art. 15 bis 17 EuGV­VO sta­tu­ier­ten Aus­nah­men vom Grund­satz des "actor sequi­tur forum rei" (vgl. Art. 2 Abs. 1 EuGV­VO) ist der Begriff des Ver­brau­chers restrik­tiv, ins­be­son­de­re nach der objek­ti­ven Stel­lung die­ser Per­son inner­halb des kon­kre­ten Ver­tra­ges in Ver­bin­dung mit des­sen Natur und Ziel­set­zung, aus­zu­le­gen und nicht nach dem inne­ren Wil­len die­ser Per­son zu bestim­men, so dass ein und die­sel­be Per­son im Rah­men bestimm­ter Geschäf­te als Ver­brau­cher und im Rah­men ande­rer als Unter­neh­mer ange­se­hen wer­den kann 16.

Aus dem auf Ver­brau­cher­schutz beschränk­ten Anwen­dungs­be­reich der Art. 15 bis 17 EuGV­VO folgt zudem, dass sich eine Per­son, die einen Ver­trag zu einem Zweck abschließt, der sich teil­wei­se auf ihre beruf­li­che oder gewerb­li­che Tätig­keit bezieht und nur zu einem Teil nicht die­ser Tätig­keit zuge­rech­net wer­den kann, grund­sätz­lich nicht auf die­se Vor­schrif­ten beru­fen kann. Etwas ande­res gilt nur dann, wenn die Ver­bin­dung zwi­schen die­sem Ver­trag und der beruf­li­chen oder gewerb­li­chen Tätig­keit des Betrof­fe­nen so schwach ist, dass sie neben­säch­lich wird und ins­ge­samt betrach­tet nur eine ganz unter­ge­ord­ne­te Rol­le spielt 17. Die­se bereits zu Art. 13 Abs. 1 EuGVÜ ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze sind auch für die Aus­le­gung des Ver­brau­cher­be­griffs der EuGV­VO maß­ge­bend, denn durch Art. 15 Abs. 1 EuGV­VO haben sich inso­weit kei­ne Ände­run­gen erge­ben 18.

Ob mit einem Ver­trag objek­tiv in nicht ganz unter­ge­ord­ne­tem Maße Bedürf­nis­se gedeckt wer­den sol­len, die der beruf­li­chen oder gewerb­li­chen Tätig­keit des Betrof­fe­nen zuzu­rech­nen sind, oder ob im Gegen­teil der beruf­li­che oder gewerb­li­che Zweck nur ganz unter­ge­ord­ne­te Bedeu­tung hat, ist nach der Recht­spre­chung des EuGH vom ange­ru­fe­nen natio­na­len Gericht anhand der ihm hier­zu vor­ge­leg­ten Beweis­mit­tel zu ent­schei­den 19. Es han­delt sich um eine Fra­ge der Wür­di­gung des kon­kre­ten Ein­zel­falls, die dem Tatrich­ter obliegt und die in der Revi­si­ons­in­stanz nur beschränkt über­prüft wer­den kann. Zu prü­fen ist nur, ob die tatrich­ter­li­che Wür­di­gung ver­tret­bar ist, nicht gegen die Denk­ge­set­ze ver­stößt und nicht auf ver­fah­rens­wid­ri­ger Tat­sa­chen­fest­stel­lung beruht 20.

Das Beru­fungs­ge­richt ist unter Zugrun­de­le­gung die­ser Maß­stä­be rechts­feh­ler­frei zu dem Ergeb­nis gelangt, der streit­ge­gen­ständ­li­che Dar­le­hens­ver­trag sei, auch unter Berück­sich­ti­gung des Beklag­ten­vor­trags, nicht des­sen pri­va­ter Sphä­re, son­dern des­sen beruf­li­cher Tätig­keit als Rechts­an­walt in P. zuzu­rech­nen.

Zutref­fend ist das Beru­fungs­ge­richt davon aus­ge­gan­gen, dass die Dar­le­gungs- und Beweis­last für die Ver­brau­cher­ei­gen­schaft im Rah­men von Art. 15 EuGV­VO beim Beklag­ten als dem­je­ni­gen liegt, der sich dar­auf beruft 21.

Dass das Beru­fungs­ge­richt den dies­be­züg­li­chen Vor­trag des Beklag­ten in tatrich­ter­li­cher Wür­di­gung als unzu­rei­chend ange­se­hen hat, ist aus Rechts­grün­den nicht zu bean­stan­den. Nach den Aus­füh­run­gen des Beru­fungs­ge­richts spricht für einen berufs­be­zo­ge­nen Zweck des Dar­le­hens, dass der Beklag­te zur Zeit des Ver­trags­schlus­ses inter­na­tio­na­ler Part­ner der Rechts­an­walts­ge­sell­schaft H. GbR war und das Dar­le­hen nach dem in dem Ver­trags­for­mu­lar fest­ge­hal­te­nen Ver­wen­dungs­zweck aus­drück­lich der Zah­lung sei­ner Gesell­schaf­te­r­ein­la­ge dien­te. Dem­entspre­chend ist das Dar­le­hen nicht an ihn selbst, son­dern voll­stän­dig auf ein Kon­to der H. GbR aus­ge­zahlt wor­den. Damit ist ein Zusam­men­hang des Dar­le­hens mit der beruf­li­chen Tätig­keit des Beklag­ten objek­tiv gege­ben.

Soweit die Revi­si­on dage­gen ein­wen­det, das Beru­fungs­ur­teil habe den unwi­der­leg­ten Vor­trag des Beklag­ten nicht hin­rei­chend beach­tet, das streit­ge­gen­ständ­li­che Dar­le­hen habe nicht sei­ner Tätig­keit als Rechts­an­walt, son­dern der Finan­zie­rung der geschäft­li­chen Expan­si­on der Rechts­an­walts­so­zie­tät und damit einer pri­va­ten Ver­mö­gens­an­la­ge gedient, setzt sie ledig­lich ihre eige­ne Sach­ver­halts­wür­di­gung an die Stel­le der­je­ni­gen des Beru­fungs­ge­richts. Damit ver­mag sie die objek­ti­ve Berufs­be­zo­gen­heit der Kre­dit­auf­nah­me nicht zu ent­kräf­ten. Selbst wenn mit der Dienst­leis­tung ein gemisch­ter Zweck ver­folgt wird, ist es nach der Recht­spre­chung des EuGH – wie aus­ge­führt – nicht erfor­der­lich, dass die­se ganz oder auch nur über­wie­gend zu beruf­lich­ge­werb­li­chen Zwe­cken in Anspruch genom­men wird, um die Anwen­dung der Art. 15 ff. EuGV­VO aus­zu­schlie­ßen; viel­mehr kön­nen die Art. 15 ff. EuGV­VO selbst dann unan­wend­bar sein, wenn der pri­va­te Zweck über­wiegt 22. Dass der mit der Kre­dit­auf­nah­me ver­folg­te Zweck (fast) aus­schließ­lich der pri­va­ten Sphä­re des Beklag­ten zuzu­rech­nen ist, hat das Beru­fungs­ge­richt in rechts­feh­ler­frei­er tatrich­ter­li­cher Wür­di­gung ver­neint.

Fehl geht auch der Hin­weis der Revi­si­on auf die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs 23 zum Ver­brau­cher­be­griff gem. § 13 BGB. Hier­auf kommt es wegen der auto­no­men Aus­le­gung des ver­ord­nungs­recht­li­chen Ver­brau­cher­be­griffs nicht an; die­ser ist inso­weit enger zu ver­ste­hen als der Ver­brau­cher­be­griff des § 13 BGB 24.

Rechts­feh­ler­frei hat das Beru­fungs­ge­richt auch die kumu­la­tiv erfor­der­li­chen 25 situa­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen einer Ver­brau­cher­sa­che im Sin­ne des Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) EuGV­VO ver­neint. Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) EuGV­VO setzt vor­aus, dass der Ver­trags­part­ner des Ver­brau­chers in dem Mit­glied­staat, in des­sen Hoheits­ge­biet der Ver­brau­cher sei­nen Wohn­sitz hat, eine beruf­li­che oder gewerb­li­che Tätig­keit aus­übt oder eine sol­che auf irgend einem Wege auf die­sen Mit­glied­staat oder auf meh­re­re Staa­ten, ein­schließ­lich die­ses Mit­glied­staats, aus­rich­tet und der Ver­trag in den Bereich die­ser Tätig­keit fällt. Dar­an fehlt es hier.

Die Zweig­nie­der­las­sung der Klä­ge­rin in Paris wur­de nach den unan­ge­grif­fe­nen Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts im Zusam­men­hang mit den Dar­le­hens­ver­trä­gen zwi­schen den Par­tei­en nicht tätig und schei­det damit als Anknüp­fung für eine beruf­li­che oder gewerb­li­che Tätig­keit der Klä­ge­rin im Wohn­sitz­staat des Beklag­ten, der der Ver­trags­schluss im Sin­ne des Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) Fall 1 EuGV­VO zuge­rech­net wer­den könn­te 26, von vorn­her­ein aus.

Eine auf Frank­reich im Sin­ne des Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) Fall 2 EuGV­VO aus­ge­rich­te­te Tätig­keit der in Deutsch­land ansäs­si­gen Klä­ge­rin hat der Beklag­te – ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­on – eben­falls nicht dar­ge­legt. Die auf den Wohn­sitz­staat des Ver­brau­chers aus­ge­rich­te­te Tätig­keit des Unter­neh­mers muss nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs den spä­te­ren Ver­trags­schluss durch eine auf den Gewinn von Kun­den gerich­te­te Hand­lung zumin­dest moti­viert haben 27. Dies ist den Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts und dem Sach­vor­trag der Par­tei­en, ins­be­son­de­re des dar­le­gungs- und beweis­be­las­te­ten Beklag­ten nicht zu ent­neh­men.

Der auto­nom aus­zu­le­gen­de Begriff des Aus­rich­tens im Sin­ne des Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) EuGV­VO ist zwar wei­ter gefasst als der der Vor­gän­ger­norm des Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a) EuGVÜ 28. Wäh­rend dort nur auf die Vari­an­ten des aus­drück­li­chen Ange­bots und der Wer­bung abge­stellt wur­de, erfasst Art. 15 Abs. 1 Buchst. c) EuGV­VO wegen der For­mu­lie­rung "auf irgend einem Wege" nun­mehr ein ins­ge­samt brei­te­res Spek­trum an Tätig­kei­ten 29. Tat­be­stands­vor­aus­set­zung ist aber wei­ter­hin, dass der Gewer­be­trei­ben­de bereits vor dem Ver­trags­schluss sei­nen Wil­len zum Aus­druck gebracht hat, Geschäfts­be­zie­hun­gen zu Ver­brau­chern (auch) im Wohn­sitz­mit­glied­staat des Ver­brau­chers her­zu­stel­len, also zum Ver­trags­schluss mit die­sen bereit zu sein 30. Auch dies ist den Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts und dem Sach­vor­trag der Par­tei­en nicht zu ent­neh­men. Es fehlt jeder Anhalts­punkt dafür, dass der Beklag­te vor­ver­trag­lich durch ein Han­deln der Klä­ge­rin in sei­nem Wohn­sitz­staat zur geschäft­li­chen Kon­takt­auf­nah­me ver­an­lasst wor­den ist. Allein die jeweils per Tele­fax ver­an­lass­te Über­mitt­lung der Ver­trags­for­mu­la­re vom Sitz der Klä­ge­rin an den Wohn­sitz des Beklag­ten reicht dafür, wie das Beru­fungs­ge­richt zu Recht ange­nom­men hat, nicht aus, da die Ver­trags­tex­te zu die­ser Zeit bereits aus­for­mu­liert vor­la­gen und es einen frü­he­ren, den Ver­trags­schluss vor­be­rei­ten­den Kon­takt gege­ben haben muss. Dass es dazu auf­grund eines ver­trags­an­bah­nen­den, ins­be­son­de­re wer­ben­den Ver­hal­tens der Klä­ge­rin in Frank­reich gekom­men ist, hat der Beklag­te nicht behaup­tet.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 28. Febru­ar 2012 – XI ZR 9/​11

  1. ABl. 2001 Nr. L 12, S. 1[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 02.03.2006 – IX ZR 15/​05, WM 2006, 980 Rn. 12[]
  3. OLG Naum­burg, NJOZ 2003, 2672, 2679; Saenger/​Dörner, ZPO, 4. Aufl., EuGV­VO Art. 5 Rn.20; Zöller/​Geimer, ZPO, 29. Aufl., Anh. I Art. 5 EuGV­VO Rn. 3; der­sel­be in Geimer/​Schütze, Euro­päi­sches Zivil­ver­fah­rens­recht, 3. Aufl., Art. 5 EuGV­VO Rn. 90; Münch­Komm-ZPO/Gott­wald, 3. Aufl., EuGVO Art. 5 Rn. 24; Baumbach/​Lauterbach/​Albers/​Hartmann, ZPO, 69. Aufl., EuGV­VO Art. 5 Rn. 9; Hüß­te­ge in Thomas/​Putzo, ZPO, 32. Aufl., EuGV­VO Art. 5 Rn. 8; Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 5 Rn. 44; Rauscher/​Leible, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess- und Kol­li­si­ons­recht, Bearb.2011, Art. 5 Brüs­sel I‑VO Rn. 50a; Loo­schel­ders, IPRax 2006, 14, 15; Man­kow­ski, RIW 2006, 321, 323; Micklitz/​Rott, EuZW 2001, 325, 328; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 5 Rn. 10b; Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 5 Rn. 9; aA zuletzt noch Hau, IPRax 2000, 354, 359 sowie ohne nähe­re Begrün­dung Nagel/​Gottwald, Inter­na­tio­na­les Zivil­pro­zess­recht, 6. Aufl., § 3 Rn. 50[]
  4. EuGH, Slg.2009, I‑03327 Rn. 33 ff. zu exArt. 50 EGV[]
  5. vgl. Ein­se­le, WM 2009, 289, 291; Leible/​Müller, EuZW 2009, 27, 28 und NJW 2011, 495, 497; Man­kow­ski, JZ 2009, 958, 959 f.; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 15 Rn. 8; Spick­hoff in Bamberger/​Roth, Beck´scher Online­kom­men­tar, BGB, VO (EG) 593/​2008 Art. 6 Rn. 13 ((Stand: 1.03.2011[]
  6. vgl. BGH, Urtei­le vom 26.10.1993 – XI ZR 42/​93, BGHZ 123, 380, 385 und vom 19.03.1997 – VIII ZR 316/​96, WM 1997, 980, 982 zu Art. 29 EGBGB aF[]
  7. vgl. Ein­se­le, WM 2009, 189, 291; Münch­Komm-BGB/M­ar­ti­ny, 5. Aufl., VO (EG) 593/​2008 Art. 4 Rn. 17, 27; Palandt/​Thorn, BGB, 71. Aufl., Rom I‑VO 4 Rn. 8, 13; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 5 Rn. 10b; Spick­hoff in Bamberger/​Roth, Beck´scher Online­kom­men­tar, BGB, VO (EG) 593/​2008 Art. 6 Rn. 13 ((Stand: 1.03.2011[]
  8. ABl. EG 2002 L 271, S. 16[]
  9. vgl. Saenger/​Dörner, ZPO, 4. Aufl., EuGV­VO Art. 5 Rn.20; Ein­se­le, WM 2009, 289, 291; Münch­Komm-ZPO/Gott­wald, 3. Aufl., EuGVO Art. 5 Rn. 24; Hoffmann/​Primaczenko, WM 2007, 189, 192; Rauscher/​Leible, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess- und Kol­li­si­ons­recht, Bearb.2011, Art. 5 Brüs­sel I‑VO Rn. 50a; Man­kow­ski, RIW 2006, 321, 323 f.; Münch­Komm-BGB/M­ar­ti­ny, 5. Aufl., VO (EG) 593/​2008 Art. 4 Rn. 27; Micklitz/​Rott, EuZW 2001, 325, 328; Spick­hoff in Bamberger/​Roth, Beck´scher Online­kom­men­tar, BGB, VO (EG) 593/​2008 Art. 6 Rn. 13 (Stand: 01.03.2011); Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 5 Rn. 9[]
  10. vgl. jetzt Art. 6 Rom I‑VO[]
  11. BGH, Urteil vom 13.12.2005 – XI ZR 82/​05, BGHZ 165, 248, 253 f.; zur Gegen­an­sicht sie­he Man­kow­ski, RIW 2006, 321 ff.; Reich, ZIP 1999, 1210, 1211; PWW/​Remien, BGB, 5. Aufl., ex Art. 29 EGBGB Rn. 12[]
  12. BGH, Urtei­le vom 02.03.2006 – IX ZR 15/​05, WM 2006, 980 Rn. 14 f. und vom 22.04.2009 – VIII ZR 156/​07, NJW 2009, 2606 Rn. 17; eben­so Münch­Komm-ZPO/Gott­wald, 3. Aufl., EuGVO Art. 5 Rn. 13 und 15; Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 5 Rn. 10; Staudinger/​Hausmann, BGB, Bearb.2002, Anh. II zu Art. 2737 EGBGB Rn. 68[]
  13. vgl. OLG Naum­burg, NJOZ 2003, 2672, 2679; Münch­Komm-ZPO/Gott­wald, 3. Aufl., EuGVO Art. 5 Rn. 14; Loo­schel­ders, IPRax 2006, 14; Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 5 Rn. 12; fer­ner BGH, Urteil vom 26.09.2007 – XII ZR 90/​05, NJW 2007, 3564 Rn. 11 zu Art. 28 Abs. 2 Satz 1 EGBGB aF[]
  14. vgl. EuGH, Slg.1982, 3415 Rn. 16 und 21; BVerfG, NJW 1988, 1456; BGH, Urtei­le vom 28.11.2002 – III ZR 102/​02, BGHZ 153, 82, 92; und vom 01.03.2011 – XI ZR 48/​10, BGHZ 188, 373 Rn. 30[]
  15. EuGH, Slg.1993, I‑00139 Rn. 13 und Slg.2005, I‑00439 Rn. 31[]
  16. EuGH, Slg.2005, I‑00439 Rn. 36; vgl. Saenger/​Dörner, ZPO, 4. Aufl., EuGV­VO Art. 15 Rn. 8; Münch­Komm-ZPO/Gott­wald, 3. Aufl., EuGVO Art. 15 Rn. 1; Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 15 Rn. 6; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 15 Rn. 3; Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 15 Rn. 1[]
  17. EuGH, Slg.2005, I‑00439 Rn. 39 ff.; vgl. Zöller/​Geimer, ZPO, 29. Aufl., Anh. I Art. 17 EuGV­VO Rn. 2; Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 15 Rn. 10; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 15 Rn. 3 mwN[]
  18. BGH, Urteil vom 30.03.2006 – VII ZR 249/​04, BGHZ 167, 83 Rn. 18 f. mwN[]
  19. EuGH, Slg.2005, I‑00439 Rn. 47[]
  20. vgl. BGH, Urteil vom 29.11.2011 – XI ZR 172/​11, WM 2012, 36 Rn. 14[]
  21. vgl. EuGH, Slg.2005, I‑00439 Rn. 46 zu Art. 13 ff. EuGVÜ; Leible/​Müller, EuZW 2009, 27, 28; Zöller/​Geimer, ZPO, 29. Aufl., Anh. I Art. 17 EuGV­VO Rn. 3; Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 15 Rn. 1 mwN[]
  22. vgl. EuGH, Slg.2005, I‑00439 Rn. 41 f.; Zöller/​Geimer, ZPO, 29. Aufl., Anh. I Art. 17 EuGV­VO Rn. 2; Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 15 Rn. 10[]
  23. BGH, Urteil vom 30.09.2009 – VIII ZR 7/​09, NJW 2009, 3780 Rn. 10; BGH, Urtei­le vom 08.11.2005 – XI ZR 34/​05, BGHZ 165, 43, 47 ff. und vom 24.07.2007 – XI ZR 208/​06, WM 2007, 1833 Rn. 16 ff.[]
  24. Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 15 Rn. 10; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 15 Rn. 3[]
  25. vgl. nur Musielak/​Stadler, ZPO, 8. Aufl., VO (EG) 44/​2001 Art. 15 Rn. 7 ff.[]
  26. vgl. dazu OLG Dres­den, WM 2006, 806, 807[]
  27. vgl. BGH, Urteil vom 30.03.2006 – VII ZR 249/​04, BGHZ 167, 83 Rn. 27; und Beschluss vom 17.09.2008 – III ZR 71/​08, NJW 2009, 298; vgl. auch OLG Karls­ru­he, NJW 2008, 85, 86; Zöller/​Geimer, ZPO, 29. Aufl., Anh. I Art. 17 EuGV­VO Rn.20; ders. in Geimer/​Schütze, Euro­päi­sches Zivil­ver­fah­rens­recht, 3. Aufl., Art. 15 EuGV­VO Rn. 38; Kropholler/​von Hein, Euro­päi­sches Zivil­pro­zess­recht, 9. Aufl., EuGVO Art. 15 Rn. 26; Hüß­te­ge in Thomas/​Putzo, ZPO, 32. Aufl., Art. 15 EuGV­VO Rn. 8; Leible/​Müller, EuZW 2009, 27, 28 und NJW 2011, 495, 497; Schlos­ser, EU-Zivil­pro­zess­recht, 3. Aufl., EuGV­VO Art. 15 Rn. 8[]
  28. EuGH, NJW 2011, 505 Rn. 59[]
  29. EuGH, aaO, Rn. 61[]
  30. EuGH, aaO, Rn. 75 f.; vgl. auch BGH, Urtei­le vom 30.03.2006 – VII ZR 249/​04, BGHZ 167, 83 Rn. 25 und 27 und vom 29.11.2011 – XI ZR 172/​11, WM 2012, 36 Rn. 21[]