Wider­ruf eines Dar­le­hens­ver­trags – und sei­ne Ver­wir­kung

Dass die Bank davon aus­ging oder aus­ge­hen muss­te, die Dar­le­hens­neh­mer hät­ten von ihrem Wider­rufs­recht kei­ne Kennt­nis, schließt eine Ver­wir­kung nicht aus.

Wider­ruf eines Dar­le­hens­ver­trags – und sei­ne Ver­wir­kung

Glei­ches gilt für den Umstand, dass die Bank "die Situa­ti­on selbst her­bei­ge­führt hat", weil sie eine ord­nungs­ge­mä­ße Wider­rufs­be­leh­rung nicht erteilt hat.

Gera­de bei been­de­ten Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen wie hier kann das Ver­trau­en des Unter­neh­mers auf ein Unter­blei­ben des Wider­rufs schutz­wür­dig sein, auch wenn die von ihm erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung ursprüng­lich den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten nicht ent­sprach und er es in der Fol­ge­zeit ver­säumt hat, den Ver­brau­cher nach­zu­be­leh­ren. Das gilt in beson­de­rem Maße, wenn die Been­di­gung des Dar­le­hens­ver­trags auf einen Wunsch des Ver­brau­chers zurück­geht1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Sep­tem­ber 2018 – XI ZR 750/​16

  1. BGH, Urtei­le vom 10.10.2017 – XI ZR 443/​16, WM 2017, 2248 Rn. 26 und – XI ZR 450/​16 18; BGH, Beschluss vom 23.01.2018 – XI ZR 298/​17, WM 2018, 614 Rn. 16 ff. []