Kar­ten­zah­lung im Taxi

Weder Bun­des­recht noch Ham­bur­ger Lan­des­recht begrün­den eine Pflicht für Taxen­un­ter­neh­mer und Taxi­fah­rer, Ent­gel­te für Beför­de­rungs­leis­tun­gen unbar ent­ge­gen­zu­neh­men oder ent­spre­chen­de (Kartenlese-)Geräte bereit­zu­hal­ten.

Kar­ten­zah­lung im Taxi

Ein Ver­stoß gegen die buß­geld­be­wehr­te öffent­lich-recht­li­che Beför­de­rungs­pflicht liegt jeden­falls in Ham­burg grund­sätz­lich nicht vor, wenn ein Beför­de­rungs­ver­trag des­halb nicht zustan­de kommt, weil der Taxen­un­ter­neh­mer oder Taxi­fah­rer ent­ge­gen dem Ansin­nen des Fahr­gas­tes eine unba­re Beglei­chung des Beför­de­rungs­ent­gel­tes ablehnt.

Hat ein Taxen­un­ter­neh­mer sich gegen­über dem pri­va­ten Grund­stücks­ei­gen­tü­mer eines Taxen­stan­des ver­pflich­tet, Beför­de­rungs­ent­gel­te unbar ent­ge­gen­zu­neh­men bzw. ein dafür erfor­der­li­ches betriebs­fä­hi­ges Kar­ten­le­se­ge­rät im Fahr­zeug mit­zu­füh­ren, unter­fal­len die unter­las­se­ne Vor­hal­tung eines sol­chen Gerä­tes oder die Ableh­nung der Beför­de­rung eines nur zu unba­rer Leis­tung des Beför­de­rungs­ent­gel­tes berei­ten Fahr­gas­tes kei­nem Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­tat­be­stand.

Han­sea­ti­sches Ober­lan­des­ge­richt Ham­burg, Beschluss vom 26.08.2010 – 2 – 32/​10 (RB), 2 – 32/​10 (RB)-3 Ss 69/​10 (OWi)