Kei­ne eige­ne Innung für Bestat­ter

Die Hand­werks­kam­mer Trier ist nicht ver­pflich­tet, die am 19. April 2008 beschlos­se­ne Sat­zung der in Grün­dung befind­li­chen Bestat­te­r­in­nung Trier zu geneh­mi­gen, ent­schied jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richts Trier und wies damit die Kla­ge der Bestat­te­r­in­nung in Grün­dung gegen die Hand­werks­kam­mer Trier ab.

Kei­ne eige­ne Innung für Bestat­ter

Die Sat­zung sei, so die Ver­wal­tungs­rich­ter, bereits aus dem Grun­de rechts­wid­rig, weil sie kei­ne Bestim­mung über den Sitz der zu errich­ten­den Innung ent­hal­te. Fer­ner sei­en im Bereich der Hand­werks­kam­mer Trier bei den Tischler/​Schreinerinnungen auf­grund bestands­kräf­ti­ger Geneh­mi­gun­gen Fach­grup­pen für das Bestat­ter­ge­wer­be gebil­det, sodass eine Geneh­mi­gung der in Streit ste­hen­den Sat­zung dazu füh­ren wür­de, dass in den Gebie­ten der bestehen­den Tischler/​Schreinerinnungen zwei Innun­gen für das Bestat­ter­ge­wer­be neben­ein­an­der bestün­den, was jedoch die ein­schlä­gi­gen Bestim­mun­gen der Hand­werks­ord­nung unter­sag­ten. Solan­ge die Innungs­mit­glie­der der bestehen­den Innun­gen kei­ne Aus­glie­de­rung der Fach­grup­pe der Bestat­ter beschlös­sen, kom­me die Grün­dung einer eige­nen Innung nicht in Betracht.

Ver­wal­tungs­ge­richt Trier, Urteil vom 9. Juni 2010 – 5 K 74/​10.TR