Kei­ne Post­ident-Dienst­leis­tun­gen für Kon­kur­renz­un­ter­neh­men der Deut­schen Post

Die Deut­sche Post AG muss das Post­ident-Iden­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren für Kon­kur­renz­un­ter­neh­men nicht anbie­ten.

Kei­ne Post­ident-Dienst­leis­tun­gen für Kon­kur­renz­un­ter­neh­men der Deut­schen Post

Die Deut­sche Post AG hat­te sich 2010 gewei­gert, für ihre De-Mail-Kon­kur­ren­ten 1&1-Inter­net AG und 1&1 Mail & Media GmbH Iden­ti­fi­zie­rungs­dienst­leis­tun­gen, mit denen sich deren Kun­den für den De-Mail-Dienst iden­ti­fi­zie­ren las­sen kön­nen, anzu­bie­ten. Auf eine Kla­ge der bei­den Unter­neh­men hat­te das Land­ge­richt Köln [1] ent­schie­den, dass das Ver­hal­ten der Deut­schen Post AG kar­tell­rechts­wid­rig sei. Die beklag­te Post nut­ze miss­bräuch­lich ihre markt­be­herr­schen­de Stel­lung als Anbie­ter von Iden­ti­fi­zie­rungs­leis­tun­gen nach dem De-Mail-Gesetz aus.

Auf die Beru­fung der Deut­schen Post AG hat nun das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf die land­ge­richt­li­che Ent­schei­dung abge­än­dert und die Kla­ge der Post-Kon­kur­ren­ten abge­wie­sen. Die Deut­sche Post AG habe nicht kar­tell­rechts­wid­rig gehan­delt, weder miss­bräuch­lich noch dis­kri­mi­nie­rend ihre Markt­macht aus­ge­nutzt. Eine Abschot­tung des Ident-Mark­tes fin­de nicht statt, weil die bei­den Post-Kon­kur­ren­ten für den Iden­ti­fi­zie­rungs­ser­vice jeden­falls auf einen ande­ren Iden­ti­fi­zie­rungs­dienst­leis­ter zurück­grei­fen könn­ten.

Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf, Urteil vom 30. Novem­ber 2011 – VI-U (Kart) 14/​11

  1. LG Köln, Urteil vom 31.03.2011 – 88 O (Kart.) 49/​10[]