Le-Cor­bu­si­er-Möbel

Die Vor­schrift des Art. 4 Abs. 1 der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schafts-Richt­li­nie über das Ver­brei­tungs­recht begrün­det nicht nur ein Min­dest­recht, hin­ter dem die Mit­glied­staa­ten bei der Bestim­mung ihres Schutz­ni­veaus nicht zurück­blei­ben dür­fen, son­dern stellt eine ver­bind­li­che Rege­lung des Ver­brei­tungs­rechts auch im Sin­ne eines Maxi­mal­schut­zes dar.

Le-Cor­bu­si­er-Möbel

Ein Drit­ter greift nicht in das aus­schließ­lich dem Urhe­ber zuste­hen­de Ver­brei­tungs­recht nach § 15 Abs. 1 Nr. 2, § 17 UrhG ein, wenn er Nach­bil­dun­gen urhe­ber­recht­lich geschütz­ter Model­le von Möbeln öffent­lich auf­stellt oder der Öffent­lich­keit zum Gebrauch zugäng­lich macht.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Janu­ar 2009 – I ZR 247/​03 (Le-Cor­bu­si­er-Möbel II)